Ich gebe zu, ich habe den Tatort seit Erreichen meines offiziellen Erwachsenenalters nicht mehr gesehen. Das liegt daran, daß ich in meiner Kindheit so viele Tatorte, Derricke und Alte gesehen habe, daß ich für die Vergangenheit und die Zukunft jedwede Handlung rekonstruieren oder vorhersagen kann. Die Aufregung, die gerade wegen einer speziellen Folge herrscht, bekam ich deshalb nur zufällig mit. Doch ich muß sagen, ich wundere mich ein bißchen, daß man sich jetzt über die Reaktionen wundert, denn wenn man sich wundert, bedeutet das ja, daß man wohl etwas schlecht, sagen wir sehr schlecht, zu dieser ausgewählten Religionsgruppe recherchiert hat, denn ansonsten wäre es geradezu offensichtlich gewesen, wie es enden wird. Dann könnte man wenigstens noch sagen, man hätte es darauf angelegt. Aber klar, Religion und Mißbrauch gehen immer gut als Themen und wenn man beides auch noch in einem Paket kriegt....um so besser. Schließlich sind die diversen Satanssekten ja langsam für die Abendunterhaltung ausgelutscht.
höre ich dröhnend laut und ungewollt das Lied "Du hast den schönsten Arsch der Welt" in Endlosschleife. Ungewollt deshalb, weil sich anscheinend einer meiner Nachbarn sehr dafür begeistert. Jetzt weiß ich auch, was der Traum letzte Nacht zu bedeuten hatte - ich bin buchstäblich in den Arsch gekniffen.
Ich stehe irgendwo erhöht und suche auf einem Schrank ein ganz bestimmtes Buch. Ich kenne genau den Titel, den ich mir immer vorsage, und ich bin mir sicher, daß es dort auf dem Schrank zwischen anderen Büchern steht. (Ich meine auch zu wissen, daß es in Altrot gebunden ist und goldene Schrift hat.) Doch so viel ich auch suche, ich kann es nicht finden. Um mich herum ist eine Art Klassenzimmer, in welchem sich aber nur wenige Personen aufhalten. R.Sch., ein ehemaliger Mitschüler, kommt heran und kneift mich neckisch in den Po. Nach einem kurzen Erschrecken drehe ich mich zu ihm um und sage lachend: "Jetzt ist aber genug mit der Pokneiferei!"
Im nächsten Traumfragment schaue ich bei den Dreharbeiten zu einem Marilyn Monroe-Film zu. Ich laufe dazu direkt zwischen dem Set herum, ohne daß ich jemanden zu stören scheine. Es ist mehr, als würde ich einen Film in 3D sehen. Der Film ist ein sehr früher Film Marilyns, in welchem sie zusammen mit einem bekannten Schauspieler spielt, dessen Name ich nicht kenne. Dieser Schauspieler trägt in der kommenden Szene einen Pyjama und ist schon vor Ort. Der Film wird in schwarz-weiß in den Kinos laufen und wie zur Bekräftigung sehe ich die Kulisse ebenso wie die Schauspieler überwiegend in schwarz-weiß. Bis auf eine Ausnahme - vor einem Fenster wurde provisorisch ein prachtgrünes Rollo befestigt, von welchem seitlich eine dicke, grün-gold gemusterte Trottel herabhängt. Das sieht zugleich edel, bieder und fröhlich aus. Ich erfahre, daß dieses Rollo von Marilyn selbst ist. Sie hat es nur irgendwie über das Fenster geklemmt und wollte damit das Set verschönern. Das hat sie auch getan, denn das Rollo bringt Farbe und irgendwie etwas Besonderes hinein. Sie hat Geschmack, bzw. zumindest ein Auge für feine Details. Jetzt kommt Marilyn selbt und steht am Fenster, ganz in schwarz-weiß. Ihr Gesicht leuchtet hell. Anscheinend will sie dieses Detail des Rollos auch in den Film einbauen. Sehr langsam und lasziv zieht sie das Rollo herunter, wobei ich gespannt beobachte, ob es oben auch hält, da es nur sehr provisorisch irgendwo eingeklemmt wurde. Es verzieht und beult sich etwas, aber ansonsten funktioniert alles wunderbar. Grün schimmernd bricht nun das Sonnenlicht durch das Fenster.
war dieses Jahr eine Entrümpelungsorgie. Da meiner Mutter die Wohnung immer noch nicht leer genug ist und noch genug Zeug zum Entrümpeln da ist, kam sie auf die Idee, das gleich mit Weihnachten zu verbinden. Mit Weihnachtsgeschenken wurde deshalb gar nicht viel gemacht, aber trotzdem fand jeder von uns mehr als genug "Geschenke". Ich zum Beispiel diesen schönen Holzbuddha, einen winzigen Glasigel, einen kleinen Rosenkranz und einen Brieföffner in Form eines Säbels.
Außerdem haben wir kistenweise Bücher sortiert, was noch für den Flohmarkt gut ist und was wir selbst behalten wollen.
Darunter fand sich für mich unter anderem die gesamte Kabbala, Die Niederschrift von der smaragdenen Felswand - Bd. I-III, eine der wichtigsten ursprünglichen Schriften des Zen-Buddhismus, "Die Päpstin", Maximen und Reflexionen von Goethe, "Phantasie und künstlerische Arbeit - Betrachtungen zur poetischen Phantasie", und ein Buch über das Hellsehen. Es waren wieder mindestens fünf Koranausgaben dabei, einer davon in Prachtausgabe mit Goldschnitt, Ledereinband und Originalsprache. Der kommt auch auf den Flohmarkt. Vielleicht findet sich ja irgendein islamischer Mitbürger, der damit was anfangen kann. Und - das beste - ich habe jetzt einen Namensstempel. Zum Glück steht nur der Nachname drauf, so daß ich ihn noch benutzen kann und Herr N. braucht mir keinen zu schenken.
Aus den Träumen sind hauptsächlich Fragmente übriggeblieben, allerdings ist mir so, als hätte ich auch nur in Fragmenten, besonders Bildern, geträumt.
Ein angelegter Hügel in einer Parklandschaft. Auf der Spitze des Hügels befindet sich eine Aussichtsfläche und eine Art Denkmal. Das Denkmal zeigt ein Himmelbett, an welchem Goethe und Schiller sitzen und einem Kind aus einem Buch vorlesen. Ich bin sehr angetan von dem Hügel und dem Denkmal und sage mir, daß ich mit meinen Kindern hierher kommen sollte, weil allein das Anschauen schon reicht, um die Leistungen in Lesen und Schreiben und die Deutschkenntnisse zu verbessern. Zur Spitze des Hügels führen zum einen Treppen und zum anderen normale, aber steile Wege. Pferde laufen frei auf den Wegen herum. Zwei stehen auf der Aussichtsfläche, ausnehmend schön anzuschauen blicken sie vom Hügel herab. Vor mir steht jetzt auch eines mit dunklem Fell. Ich kämme seinen verfilzten Schweif mit den Händen. Mir ist bewußt, daß ich auf dem Pferd reiten soll und stelle mit Verwunderung fest, daß mir das keinerlei Sorgen bereitet, obwohl ich noch nie geritten bin und sonst eher ängstlich.
Im nächsten Traumbild räume ich den Schreibtisch in meinem alten Kinderzimmer auf. Er liegt voller Büroklammern. Ich fege sie mit den Händen zusammen und nehme mir vor, sie mit ins Büro zu nehmen. Doch jetzt fällt mir auf, daß auf dem gesamten Schreibtisch auch viele Kastanien verteilt sind. Frische, rotbraun-glänzende Kastanien. Wie sind die denn hierher gekommen? Aber schön sehen sie aus. Ich sollte sie liegen lassen.
Im nächsten Traum wiederholt sich der Hügel aus den anfänglichen Träumen. Irgendwo am Fuß des Hügels tritt eine Frau auf mich und eine Begleiterin zu und überträgt uns eine Aufgabe. Sie zeigt auf ein Braunbärjunges, welches auf den Treppen spielt und erklärt, daß dessen Mutter getötet wurde und das Junge deshalb ebenfalls sterben wird. Ich weiß nicht, wer sie ist und woher sie so genau weiß, was geschehen wird, aber es besteht kein Zweifel daran, obwohl das Junge gerade sehr munter aussieht. Sie gibt uns den Auftrag die Mörder der Mutter zu finden. Während ich ihr zuhöre, habe ich mich an den Rand des Weges gesetzt. Sie steht vor mir und gibt mir wie als Bekräftigung ihrer Rede eine leichte Kopfnuß, so leicht, daß sie schon mehr liebevoll wirkt, aber trotzdem ärgert es mich, denn schließlich habe ich nicht die Mutter umgebracht und auch sonst nix verbrochen. Trotzdem sage ich nichts, da ich es als eine allgemeine impulsive Geste für die Menschheit begreife (anscheinend war die Dame kein Mensch) und wir machen uns auf die Suche nach den Bärentötern. Dazu klettern wir einen sehr langen Baumstamm hinauf, welcher seitlich an den Treppen bis zur Spitze des Hügels hinaufführt. Warum wir ausgerechnet den Baumstamm nehmen müssen und nicht die Treppe, weiß ich nicht mehr, aber es ist sehr anstrengend und auch gefährlich, denn der Baumstamm ist relativ dünn, nur locker angelehnt und das Balancieren auf allen Vieren nicht gerade einfach. Doch am schlimmsten wird es kurz vor Erreichen der Spitze, weil sich durch das Reichen nach der Steinbrüstung, der Baumstamm gefährlich zur Seite rollt. Nur mit viel Mühe kann ich mit den Händen die Steinbrüstung umklammern und mich auf den Sims ziehen. Doch jetzt habe ich das Problem, daß ich das linke Bein nicht über die Brüstung bekomme. Es hängt irgendwie im Halbspagat oben fest, bis ich es endlich doch schaffe, auf den Boden der Aussichtsfläche zu springen.
Als würde ich ins Nichts oder besser, in einen anderen Traum springen, lande ich im Durchgangshausflur meines Elternhauses. Meine Begleiterin ist schon vor mir dort gelandet, doch ich sehe sie nirgends, bis sie plötzlich aus dem Zugang zur Küsterwohnung um die Ecke kommt. Ihr überraschendes Auftauchen hat mich erschreckt und sie lacht darüber. Vielleicht hat sie es ja auch absichtlich gemacht.
ist inzwischen aufgegessen. Ich gebe zu, das Rollen muß ich noch ein wenig üben. Immerhin weiß ich jetzt, welches Sushi ich nochmal probieren würde, und von welchem ich die Finger lasse. Nigri-Sushi sind wirklich einfach. Ich hatte zwar eine Form dafür gekauft, aber die würde man auch so mit einer Rollmatte hinkriegen. Temaki dagegen - Tüten rollen konnte ich noch nie. *gg* Für Hosomaki hatte ich ebenfalls eine Form gekauft, mit der bin ich aber überhaupt nicht zurecht gekommen. Per Rollmatte geht das viel einfacher. Gunkanmaki sind einfach und praktisch, weil man eine lockere Füllung hineingeben kann. Uramaki wollte ich eigentlich auch probieren, war dann aber schon mit meiner Geduld am Ende, zumal ich so lange gebraucht habe, daß in einem Sushi-Restaurant die Gäste längst wieder gegangen wären. Nun ja, immerhin habe ich es jetzt mal probiert. Man soll einmal im Leben einen Adventskranz gebastelt und einmal im Leben Sushi gemacht haben. ;o)
Den Jeziden verbietet nämlich ihre Religion, Salat zu erwähnen oder etwas anzufassen, was damit in Berührung gekommen ist; nach ihrem Glauben hielt sich Satan ehemals im Salat auf...
...Die Jeziden sind merkwürdige und auffallend freundliche Leute, die den Satan hauptsächlich verehren, um ihn gnädig zu stimmen. Ihm wurde, wie sie glauben, von Gott die Welt übergeben, und auf die Zeit Satans soll die Zeit Jesu folgen, den sie wohl als Propheten anerkennen, aber einen Propheten bislang ohne Macht. Satans Name darf nie genannt werden und auch kein anderes Wort, das ähnlich klingt...
...Ihr Heiligtum, die Grabstätte von Scheich 'Adi, liegt in den kurdischen Bergen bei Mosul, und als wir dort in der Nähe gruben, haben wir es besucht. Ich glaube, kein Ort der Welt besitzt solche Schönheit und solchen Frieden...
...Im Innenhof befindet sich der Eingang zum Tempel, auf dessen rechter Seite eine geschnitzte schwarze Riesenschlange zu sehen ist. Die Schlange ist ein heiliges Tier, denn als die Arche Noah nach jezidischem Glauben auf dem Gebirge Sindschar strandete, rollte sich die Schlange zusammen, um das entstandene Loch zu stopfen. So konnte die Arche wieder weiterschwimmen.
Wir zogen dort unsere Schuhe aus und wurden in den Tempel geführt, wobei wir vorsichtig über die Schwelle stiegen, da man nie auf eine Schwelle treten darf. Man darf auch nicht seine Schuhsohlen zeigen - so ist das Sitzen auf dem Boden mit gekreuzten Beinen kein geringes Kunststück.
Das Innere ist dunkel und kühl, und man hört Wasser rieseln aus der Heiligen Quelle, die in den Tiefen bis hin nach Mekka reichen soll. An hohen Festtagen wird in diesen Tempel der Kandelaber mit der Figur eines Pfauen gebracht. Der Pfau ist das Symbol Satans, einige meinen, weil dieses Wort sich von dem Verbotenen Namen am meisten unterscheidet. Jedenfalls stellt er Lucifer, den Sohn des Morgens dar, der Engel Pfauhahn des jezidischen Glaubens.
(aus "Erinnerung an glückliche Tage" von Agatha Christie)
Ein Klassentreffen und eine Weiterbildung oder Konferenz in einem. Es ist nicht genau festzustellen, was überwiegt. Wieder ein weiter Überblick, wie in
diesem Traum, allerdings diesmal aus einem geöffnetem Fenster und überhaupt nicht beängstigend. Ich sitze ganz hinten neben einem jungen Mann, von dem ich mich nicht erinnern kann, daß ich ihn irgendwoher kenne. Soll der auch in meiner Klasse gewesen sein? Doch er scheint mich genau zu kennen, denn als würde er mich wiedererkennen, zieht er mich ohne viel Worte zu sich auf seinen Schoß. Na sowas! Aber gut, er ist süß, athletisch, ein fein geschnittenes Gesicht und blonde Haare, trägt eine Lederjacke. Was soll ich mich da lange sträuben oder fragen. Ich setze mich also auf seinen Schoß und lege den Arm um seinen Rücken. Es ist ein wenig seltsam, so erhöht zu sitzen, während alle anderen ganz normal auf ihren ehemaligen Klassenstühlen sitzen und wirkt wahrscheinlich so, als wären wir ein Paar. Aber sollen die anderen ruhig schauen. In der Klasse sitzt auch R. und ich frage mich, was er wohl denkt, wenn er das sieht. Das Klassentreffen dauert anscheinend sehr lange oder ist langweilig, jedenfalls liegt jetzt eine Matratze auf dem Boden und ich schlafe. Dabei habe ich mich richtig breit gemacht, er soll ja nicht denken, daß ich jetzt wegen ihm wieder zusammenrücke und mich klein mache. Ich liege auf dem Bauch, die Arme zu beiden Seiten angewinkelt, das rechte Bein schräg ausgestreckt und das linke Bein seitlich angehoben und im Knie gewinkelt. Dabei achte ich darauf, daß mein Knie mit ihm in Berührung bleibt, der neben mir liegt. Soviel Nähe muß sein. Er schläft tief und fest und scheint sich an nichts zu stören. Irgendwo im Traum erfahre ich jetzt von einer (inneren?) Stimme auch seinen Namen. Er heißt Ralf Schmid und ich weiß genau, daß es so jemanden in meiner Klasse nicht gab. Seltsam. Noch im Traum fällt mir ein, daß wohl der Dozent, bei dem ich dieses Jahr eine Weiterbildung hatte, so hieß. Er hat aber keine Ähnlichkeit mit ihm.
In einem weiteren Traumbild sehe ich, wie ich die Blavatsky-Biographie aus dem Bücherregal nehme, das Buch in meiner Hand anschaue und sorgfältig wieder zurückstelle. Es ist, als sei dieses Buch etwas besonderes oder wolle mir etwas wichtiges sagen.
Bemerkung: Ich fragte mich gestern wegen eines kursierenden Fragebogens, welches Buch wohl für mich das wichtigste in 2007 gewesen ist. Mir fiel darauf allerdings keine Antwort ein.
Der Dozent hieß garantiert mit Nachnamen nicht Schmid,
aber ansonsten scheint Weihnachten für mich wohl diesmal ganz träumerisch zu einem Fest der Liebe zu werden. *gg*
ist eine undankbare Tätigkeit. Dies sage ich aus Erfahrung, auch wenn ich die letzten zwanzig Jahre keinen mehr geschmückt habe. In meiner Kindheit jedoch wurde mir jedes Jahr aufs neue diese Aufgabe übertragen. Und es machte mir sogar Spaß, weshalb ich mich nicht gewehrt habe, sondern diesen Auftrag jedesmal gewissenhaft und voller Hingabe erledigte. Erst heute wird mir klar, daß es durchaus nicht nur Spaß gewesen ist, sondern für meine Eltern auch eine enorme Entlastung darstellte. Nachdem mein Vater mit meiner Hilfe (ich mußte immer die Aufwicklung hinter ihm her tragen) alle elektrischen Weihnachtsbaumkerzen angebracht hatte, blieb der blanke Baum mir überlassen. Allzuviele Abwandlungen des Designs gab es nicht, da derselbe sorgfältig gehütete Weihnachtsschmuck jährlich zur Anwendung kam. Etwas Stimmung brachte nur dann und wann meine Katze hinein, wenn sie den ganzen Baum umriß und so mal wieder einige Kugeln zu Bruch gingen. Aus den mir gegebenen Möglichkeiten versuchte ich aber stets das beste zu machen. Doch sobald der Baum fertig war und von den weihnachtlich hysterischen Elternteilen begutachtet wurde, bekam ich in etwa folgendes zu hören:
- Das Lametta liegt viel zu dick.
- Diese Kugeln hängen zu eng beieinander.
- Diese Kugeln hängen zu weit auseinander.
- Warum hast du an der Stelle keine rote Kugel genommen, damit es gleichmäßiger aussieht?
- Der Vogel sieht doch auf dem Zweig da oben viel besser aus.
- Hier hast du eine Lücke gelassen.
- An der kahlen Stelle hättest du aber ruhig etwas mehr Lametta anbringen können.
- Warum hast du denn die (inzwischen nur noch zweistrahligen und zerknickten) Strohsterne nicht an den Baum gehängt?
- Hängen auch ein paar Süßigkeiten am Baum oder hast du schon alle aufgegessen?
- Wo ist denn die Kugel xyz? Hast du die etwa kaputt gemacht?
Einem erst die Arbeit überlassen und dann rummeckern. Grmpf!
*Tigertee trinkt* -Rooibos, Zitronengras, Zitronenverbene, Pfefferminze, Apfel, Orangenschale
In einem kleinen Ort mit spitzen Türmen und alten Häusern. Ich treffe A., freudig begrüßen wir uns, und erzähle von den kleinen Balkons und Treppen, die von den Türmen abgehen, wobei ich mit dem Finger darauf zeige. Wir stehen nun vor einem wirklich winzigem Haus, es ist kaum größer als wir selbst, ebenso der Turm, mit dem es abschließt. A. kann die kleinen Balkone gerade einmal als Tritte benutzen, aber die Türen und Fenster sind viel zu klein. Er klingt deshalb nicht so begeistert. Dem Haus fehlen auf einmal alle Wände. Es ist noch kleiner geworden und sieht aus wie eine sehr große Puppenstube. Es hat zwei Stockwerke und in das obere passen wir bestimmt nicht, aber in das untere vielleicht schon, wenn wir uns sehr klein machen. Als Liebeshöhle dürfte es reichen. Dort drinnen befinden wir uns jetzt. Seine Küsse tun gut, sie sind vertraut und irgendwie auch fremd, wir lieben uns sehr verspielt und leicht. Stille Fröhlichkeit zeichnet sich in unseren Gesichtern ab, wobei sein Gesicht der Spiegel des meinigen ist. Wir wissen, daß wir nur diesen Tag (oder diesen Traum) haben und sich unsere Wege danach wieder trennen, doch daß unsere Liebe nichts trennen kann. Es ist die uneingeschränkte Liebe zweier Kinder, die ihren liebsten Kameraden niemals vergessen. Das winzige Haus hat es wohl weggeweht, zumindest sitzen wir jetzt im Freien, mitten beim Liebesspiel. Ich auf seinem Schoß und er umarmt mich fest, um so meine Blöße zu bedecken. Ein Kollege und ehemaliger Mitstudent schaut um die Ecke und sieht uns ungeniert zu. Wie er sich so zur Seite beugt, dasteht und schaut, wirkt er fast wie eine Statue. Toll - denke ich sarkastisch, jetzt weiß jeder, daß ich Sex habe. Wieder im Ort unterwegs, schauen wir uns den Hungerturm an (also wird der Ort wohl Bernau sein). Ich könnte mir ja den Hungerturm durchaus auch gut als Liebeshöhle vorstellen, aber A. lehnt das sofort ab. Hier bleibt er nicht, sagt er. Ein Silberfaden spinnt sich von ihm weg durch die Luft.
Im nächsten Traumfragment bin ich in einer achtsitzigen überdachten Kutsche unterwegs. Die Sitze sind parallel zum Weg angeordnet. Drei Männer mit Waffen steigen ein und schicken denjenigen, der neben mir saß, hinaus, um sich selbst in der Kutsche breit zu machen. Dabei quetschen sie sich so hinein, daß wir alle auf unseren Sitzen wie in einer Sardinendose sitzen. Wirklich unverschämt, aber da sie Waffen haben, sagt niemand etwas. Nun bin ich mit einem Koffer zum Bahnhof unterwegs. Ich begegne einem athletischen, blonden und attraktiven Mann, der die Kleidung des ausgehenden 19. Jahrhunderts trägt, einschließlich eines eleganten Spazierstockes. Ich selbst trage wohl auch entsprechende Kleidung. Er hält mich an, will irgendwas über andere Sprachen wissen oder sehen und da ich mindestens eine andere Sprache kann, wie er feststellt, ruft er: "Ausgezeichnet! Sie kommen mit mir!". Völlig bestimmt und von seiner Autorität überzeugt, macht er mich zu seiner Reisebegleiterin und ich bin von seiner Bestimmtheit so perplex, daß ich tatsächlich seinen Anweisungen folgte. Er wies mir ein Abteil in einem altertümlichen Zug zu, doch langsam werde ich ärgerlich, weil ich mich so von ihm habe überrumpeln lassen. Als seine Reisebegleiterin steht mir nämlich kein Schlafwagenabteil zu, sondern nur drei oder vier Sitze eines normalen offenen Abteils, auf denen ich mich ausstrecken kann. Sicher ist er irgendein Graf oder sonstiger Adliger, der Kommandieren gewöhnt ist.
Eisiger Wind und Regen,
grau und schweigend verbirgt
sich der Bruch der Figuren.
Ferne Worte berühren,
Erdbeeren sind sie
und manche Stelle faulig ist.
Sternleuchten im Zodiak -
Was ist dein Wesen?,
die Stimme fragt.
Es ist ein Spiegel,
die Eselsbrücke der Liebe,
der Mystiker sagt.
So kehrst du auf den Straßen um,
die sich deinen Füßen gaben,
kehrst dich hin und kehrst dich her,
blockierst jeglichen Verkehr,
bis sich auf dem müden Pfade
verkehrt der Wille hin zu Gnade.
Und die Tauben ziehn vorüber,
taub jedoch ist nur dein Ohr,
findet keine Wegsignale
aus der Verkehrsleitzentrale
und das Herz funkt immer lauter
- ach du Trottel, hör doch her!
stelle ich immer wieder fest. Aber eine Flucht fast unmöglich, zumindest, wenn man Weihnachten trotzdem mag.
Mein Kollege M. wollte mir ja nun schon seit September oder so ein paar Holzscheite für meine Ofenattrappe mitbringen. Irgendwann hatte ich die Hoffnung aufgegeben und ihn auch nicht weiter daran erinnert, bis er sich von selbst in Erinnerung brachte und erklärte, er hätte schon welche rausgelegt gehabt, die sein Vater verheizt habe, aber nun bringe er mir ganz bestimmt welche mit. Na ja, heute traf ich ihn, inzwischen ist es einige Wochen her, und er sagte, er hätte es wieder vergessen, ob ich ihm böse bin. Nein, natürlich bin ich nicht böse, allerdings habe ich bisher auch noch keine andere Holzquelle entdeckt. Immer, wenn ich bei irgendwelchen Baumärkten gewesen bin, hatten die dort weder Holzpaletten (und so viel brauche ich ja eh nicht), und noch weniger einzelne Holzscheite. Vielleicht schickt mir ja irgendjemand ein Weihnachts-Care-Paket mit fünf dekorativen Holzscheiten, oder aber, ich kaufe mir ein Beil und gehe damit in den Wald. Das wäre mal eine ganz neue (illegale) Erfahrung.
wurde ich letzte Nacht. Vor meinen Augen ein mosaikartiger Teppich von hunderten winzigen einzelnen Bildern, die wie in einem Schiebepuzzle oder auf einem Rechenbrett verschoben werden konnten. Dies tat ich auch, Mosaikstück für Mosaikstück, wobei ich den Gedanken der Defragmentierung im Kopf hatte. Mein Gehirn dürfte jetzt wie neu sein. Aber vielleicht wäre eine Formatierung doch besser gewesen. *gg*
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Das Leichte ist richtig.
Beginne richtig, und es ist leicht.
Fahre leicht fort, und es ist richtig.
Der richtige Weg, das Leichte zu finden,
ist den richtigen Weg zu vergessen
und zu vergessen, dass er leicht ist.
(Dschuang Tsu)
Your path is hard, but will be amply rewarding.
Toll. Ich will aber SOFORT den Lottogewinn.