Alien
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Sonntag, 29. März 2009

...

Schönheit folgt der Zeit
in die Ewigkeit -
ihre Träger gehen,
der Bauplan bleibt bestehen,
das Schnittmuster bleibt.

...

Die Deutschen sind ein gemeingefährliches Volk: Sie ziehen unerwartet ein Gedicht aus der Tasche und beginnen ein Gespräch über Philosophie.
(Heinrich Heine)

Freitag, 27. März 2009

Ich habe den Eindruck,

daß ich zur Zeit etwas verwirrend auf andere wirke. Als mich gestern die Mitarbeiterin einer Stiftung anrief, begrüßte sie mich beim Abheben des Hörers freudig überrascht mit den Worten: "Schön, daß Sie mich anrufen!". Darauf war ich dann erstmal sprachlos.
Heute fragte Herr N. spontan, als eine Kollegin eine Frage stellen wollte, dabei mich anschaute, aber ihn meinte: "Ich oder er?" Fehlt bloß noch, daß mich wieder eine Oma mit "junger Mann" anspricht!

Die Behandlung

Ich befinde mich in einer Klinik, wo mich ein junger Arzt unter seine Fittiche genommen hat. Er ist besonders nett und läßt mir extra viele Behandlungen angedeihen, weil ich eine Art Forschungsobjekt für ihn bin. Jetzt ist wieder eine Behandlung oder Untersuchung an der Reihe, wofür er mich erstmal über verschiedene Sitzgelegenheiten schleift, bis er die passende gefunden hat, wo ich sitzen bleiben soll, auf dem Rand einer Liege. Dann sticht er mir eine Nadel tief in das Fleisch, und zwar am Becken im Übergang zum Rücken, aber seltsamerweise auf der linken Seite. Darüber kann ich erstmal gar nicht nachdenken, weil es sehr weh tut und ziemlich lange dauert, bis die Nadel ganz drin ist. Mehrmals rufe ich protestierend "Aua!". Als die Nadel im Muskel steckt, überklebt er sie mit einem Polsterverband. Anscheinend soll sie auch vorerst drin bleiben und der Polsterverband ist dazu da, daß ich auf der Stelle liegen kann, ohne daß es drückt. Besonders sympathisch finde ich das nicht, weil ich trotzdem noch ein ständiges feines Stechen merke. Ich frage mich nun, warum er in die linke Seite gestochen hat, obwohl der Schmerz doch hauptsächlich in der rechten Beckenseite sitzt, aber ok, er wird ja hoffentlich wissen, was er macht. An der Seite der Liege steht ein Wagen mit Apparaturen, an denen er sich zu schaffen macht. Schließlich meint er mit erhobenem Ok-Daumen, daß alles bestens ist und sagt außerdem: "Hundertmeterlauf". Dazu zeigt er eine Skala mit vier quadratischen Abschnitten, in welcher die Fitnessverfassung anhand von Sportsymbolen angezeigt wird und "Hundertmeterlauf" ist wohl gut. Schön zu wissen, aber wie passt das? Es kommen andere Ärzte in den Raum, die es anscheinend nicht so gerne sehen, daß er sich so ausführlich mit meiner Behandlung befaßt. Deshalb sagen sie ein wenig vorwurfsvoll in Hinsicht auf das Untersuchungsergebnis, daß ich schon so viele teure Tabletten bekommen hätte. Wahrscheinlich meinen sie, wenn das Ergebnis so gut ist, hätte man sich die geldintensiven Vorbehandlungen sparen können. Ich bin verunsichert und fühle mich etwas schuldig, da ich angeblich laut Apparatur gesund bin, aber trotzdem Schmerzen habe. Der junge Arzt allerdings läßt sich nicht beirren und will die Behandlung weiter fortführen. Er fragt mich, ob wir wieder zur Frau gehen wollen und ich verstehe gleich richtig, daß er damit fragt, ob ich bereit für eine nächste Nadel bin. Das bin ich allerdings nicht. Es war doch zu schmerzhaft, so daß ich für heute genug von Nadeln habe. Das sage ich ihm so und er hat Verständnis, legt seinen Arm um mich und drückt mich. So führt er mich hinaus und ich bin mir nicht mehr sicher, ob er sagte, daß ich schlafen gehen soll.

Zwischendurch mache ich einen Ausflug mit meiner Tante, meiner Mutter und einem Mädchen, das anscheinend meine Tante mitgebracht hat und die vielleicht ebenfalls zur Familie gehört. Allerdings ist sie etwas schwierig, ständig am Nörgeln, will dies und will jenes. Jetzt will sie Stiefel kaufen gehen, zu denen ich "Boots" sage. Wir tun ihr den Gefallen und als sie etwas abseits läuft, entschuldigt sich meine Tante und erklärt, daß es sicher nicht so ist, wie wenn sie meinen Cousin mitgenommen hätte. Das stimmt. Wenn mein Cousin bei Ausflügen dabei war, herrschte immer Harmonie pur. Und meine Tante weiß natürlich, wie gut wir uns verstehen. Aber ok, so schlimm ist das mit dem Mädel nun auch nicht.

Einige Zwischenfragmente des Traumes fehlen und ich weiß nicht mehr, ob ich noch in der Klinik bin. Ich bin jedoch in einem Gebäude, wo durch ein Versehen (meines oder von jemanden anders?) überraschend alle Fenster und Türen automatisch mit Gittern und Brettern verriegelt werden. Erst jetzt merke ich, daß dies ein früheres Gefängnis sein muß. Am Fenster fällt eine schwere Büste der englischen Königin als Gewicht herunter und schließt dieses mit einer Art massiven Rolladen, welchen sie mit sich zieht. Also muß es wohl ein englisches Gefängnis sein. Plötzlich ändert sich der Schauplatz und ich befinde mich in einem riesigen alten Schloß, wo ein Schwarzweißfernseher läuft. Mir ist, als sei ich diesem, bzw. dem Film gerade entstiegen, deshalb vielleicht das englische Gefängnis. Und obwohl der Film ziemlich gruselig ist, möchte ich ihn gerne bis zu Ende anschauen, dabei ist die Spannung allerdings so groß, daß ich in dem großen Saal ständig hin- und herlaufe. In ihm befinde ich mich allein. Auf einer Seite geht ein dunkler Gang zu den Schlafzimmern ab, und auf der anderen Seite ist der Saal durch eine Diele mit einem zweiten, im rechten Winkel liegenden Saal verbunden. In diesem zweiten Saal findet gerade eine Feier statt, bei der viele Menschen wie in einem Gottesdienst sitzen und einer Rede zuhören. Ich bemerke jetzt auch, daß ich noch ein Kind bin. Eigentlich dürfte ich gar kein Fernsehen mehr schauen und schon gar nicht allein, aber ich hoffe, daß es wegen der Feier niemand merkt. Doch der Fernseher ist so laut, daß sich aus den Schlafzimmern jemand gestört fühlt und aus dem Gang kommt. Ich schlendere zur Diele hinüber, wo jetzt mehrere Leute herumstehen. Eine fremde männliche Stimme, jenseits des Geschehens, kommentiert das, was er sieht, als ein Drama um menschliche Beziehungen. Ich selbst als Kind im Geschehen drin, höre diese Stimme, finde aber, daß sie ziemlich übertreibt. Zum Beispiel wechsel ich kurz ein paar Worte mit meinem Spielfreund M., der ebenfalls als Kind unter den Leuten ist, doch wir gehen gleich wieder auseinander. Die Stimme kommentiert dies als Sehnsucht nach Liebe. Ich selbst denke bei mir, daß ich nicht gleich eine Liebesbeziehung mit meinem Spielfreund habe, nur weil ich ein paar Worte mit ihm austausche oder weil er mein Spielfreund ist. Die Feiernden setzen sich wieder auf ihre Plätze und ich gehe zurück in den großen Saal, um den unheimlichen Film weiter zu schauen. Da kommt ein alter Mann aus dem zweiten Saal auf mich zu - er hat weiße Haare, trägt eine Brille und erscheint mir irgendwie seltsam bekannt und vertraut, aber mir will absolut nicht einfallen, wer er ist. Halb als Aufforderung, halb als Frage sagt er leise und gütig zu mir: "Du gehst jetzt aber schlafen!?"

Donnerstag, 26. März 2009

Es nervt mich wirklich,

daß man zwar heutzutage in den Lebensmitteldiscountern zwar jeden Müll kaufen kann, ok, natürlich teilweise auch gute Sachen, aber wenn man ganz bestimmte, einfache und normale Dinge sucht, steht man oft in einer Wüste, umgeben von schillerndem Verpackungsabfall. Zum Beispiel Zimt. Man gehe in einen Lebensmitteldiscounter und suche Zimt. Ich weiß zwar nicht, wie daß in anderen Filialen ist, aber bei denen in meiner Nähe sucht man umsonst. Zu DDR-Zeiten war Zimt STANDARD. Den gab es in jeder Kaufhalle und in jedem Konsum, auch in dem "um die Ecke". Man hatte sogar die Auswahl zwischen Zimtstangen und gemahlenem Zimt. Gut, dafür war es zwar schwieriger, an Bananen zu kommen, aber Milchreis mit Zucker und Zimt, war nie ein Problem, zu keiner Zeit. Ebenso gab es zu jeder Zeit Sirup und das auch noch in mindestens drei oder noch mehr Sorten. Heute gibt es Sirup nur noch zu bestimmten Terminen als Sonderware und auch nicht jeder davon ist schmackhaft. Inzwischen schwöre ich bei Sirup ja sowieso auf Bio-Ware, weil dieser viel natürlicher und besser schmeckt. Aber den bekommt man erst recht nicht einfach so im Vorbeigehen. Natürlich gibt es auch die besser ausgestatteten Supermärkte, allerdings sind die regelmäßig seltener gestreut und ich habe keine große Lust, wegen ein bißchen Zimt drei Kilometer durch die Gegend zu fahren. Das erinnert mich an unsere früheren Delikatläden, die es nur in begrenzter Zahl gab (ebenso wie die Intershops), und wo man einmal im Monat hinfuhr, um sich mit Hirschsalami und Pfirsichkonserven einzudecken. Wahrscheinlich würde man sogar Zimt im Internet finden, aber das dauert mir etwas zu lange, wenn ich gerade heute abend einmal im Jahr Appetit auf heißen Milchreis mit Zimt und Zucker habe. Armselig hinter glänzender Fassade.

Mittwoch, 25. März 2009

Ich frage mich gerade,

ob ein Millionengewinn wohl in der Lage wäre, eine Spontanheilung auszulösen.

Die vorletzte Nacht

war ziemlich seltsam. Erstaunlicherweise habe ich relativ gut und fest geschlafen, obwohl es die Nacht vor dem ersten Arbeitstag nach zwei Wochen war und ich dann meist vor Horror vor den Bergen auf dem Schreibtisch kaum schlafen kann. Ich habe auch nicht direkt geträumt, sondern mehr irgendwie gedacht. Dabei hatte ich aber immer das Gefühl, A. zu sein, bzw. A.s Gedanken zu denken. Dann erwachte ich und war total verwirrt, weil ich dachte ich sei A., bis mein Identitätsgefühl langsam wiederkehrte. Was ist das denn? Das sind doch nicht A.s Gedanken, sondern meine. Sobald ich wußte, wer ich bin, fragte ich mich, wie ich darauf komme, A. zu sein, zumal ich doch den Tag zuvor nicht einmal an ihn gedacht hatte? Sogar bei der Legung der Zigeunerkarten ist er mir nicht eingefallen, dafür fielen mir jetzt aber die Karten ein und das Ganze wurde noch unbegreiflicher, da auf gewisse Weise zu meinen Wünschen passend, aber auf eine andere reale Weise so überhaupt nicht. Ist die Illusion von der Illusion die wahre Illusion?

Dienstag, 24. März 2009

Die faule Gerbera

Die stellvertretende Gruppenleiterin kam heute überall in die Zimmer und schenkte jedem von uns eine Gerbera. Sozusagen als Motivationshilfe, "damit wir durchhalten", wie sie meinte. Zuerst dachte ich ja, ich hätte meinen eigenen Geburtstag verpaßt, als sie mit den Blumen hereinspazierte und sofort auf mich zustrebte. Ich bekam die rote, Herr N. die gelbe Gerbera, da sie ihm nicht die rote schenken wollte, wie sie erklärte. Als sie wieder weg war, sagte Herr N. trocken, eine Gehaltserhöhung wäre ihm lieber gewesen. Aber das beste passierte erst nach ein bis zwei Stunden. Von beiden Gerbera, die zusammen in derselben Vase standen, ließ die gelbe schon nach kurzer Zeit welkend ihren Kopf hängen, während die rote noch kerzengerade stand. Als ich dies sah, sagte ich erst nichts dazu, doch etwas später entdeckte es auch Herr N. und konnte es gar nicht fassen. Er lief extra in die anderen Zimmer, um zu sehen, ob die Gerbera dort noch frisch sind und auch die standen alle kerzengerade. Dann wollte er von einer hereinkommenden Mitarbeiterin wissen, wie sowas sein kann. Schließlich behauptete er, natürlich aus Spaß, das habe Frau K. mit Absicht gemacht, er fühle sich gemobbt und werde nicht mehr kommen. Witzigerweise können sich die beiden aber tatsächlich nicht besonders leiden. Jedenfalls fanden es alle sehr lustig, daß ausgerechnet die Gerbera von Herrn N. sofort den Kopf hängen ließ.

Montag, 23. März 2009

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"So wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buche geschrieben sind: Seine Strafe wird die sein, daß er, wenn er in den Zeiten der Wiederherstellung aus dem Grabe hervorkommt, die sieben Bände der Schriftstudien zu lesen haben wird, die ihm dann das Fehlerhafte seines Tuns zeigen werden."
(Band 7 der Schriftstudien, aus "Zeugen Jehovas" von Lothar Gassmann)

Das ist in der Tat eine grausame Strafe.

Sonntag, 22. März 2009

Auswahl und Umfrage Buchcover

Ich kann mich mal wieder nicht entscheiden. Deshalb mache ich jetzt einfach eine Umfrage. Vielleicht mag ja jemand seinen Senf dazugeben. Welches der entworfenen Buchcover gefällt euch am besten, bzw. spricht euch am meisten an?

Zur Umfrage geht es HIER, hoffe ich. Irgendwie war mir so, als wenn Umfragen automatisch erscheinen. Vielleicht funktioniert es aber auch gar nicht mehr, dann gerne per Kommentar.

Cover 1:

Cover 1

Cover 2:

Cover 2

Cover 3:

Cover 3

Cover 4:

Cover 4

Cover 5:

Cover 5

Cover 6:

Cover 6

Samstag, 21. März 2009

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Es ist erstaunlich, wieviel Zeit gute Menschen damit verbringen, den Teufel zu bekämpfen. Wenn sie nur die gleiche Energie aufbrächten, ihren Nächsten zu lieben, dann würde der Teufel vor Langeweile sterben.
(Helen Keller, amerikanische Schriftstellerin)

Freitag, 20. März 2009

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Es gibt ein Sehen, das den Augen im Kopf überlegen ist
und weiter reicht als zu den Himmeln und zur Erde.

(Meister Eckhart)

Donnerstag, 19. März 2009

Heute

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Und wirkt besser als jede Schmerztablette. Als ich wieder nach Hause kam, waren die Kopfschmerzen fast weg.
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