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Freitag, 18. Juni 2010

Traumsplitter (Bergkristall)

Wieder das Zimmer zur Untermiete im alten Pfarrhaus, diesmal ist es jedoch eine ganze Wohnung. Meine richtige Wohnung habe ich im Traum ebenfalls, also zwei Wohnungen, weshalb ich mich etwas zerrissen fühle. Ich sollte mich entscheiden, wo ich bleibe. In der Wohnung im Pfarrhaus haben sie inzwischen Heizungen eingebaut, so daß die eigentlich sehr schön ist. Hier halte ich mich zur Zeit mit einem Mann auf, es scheint, daß wir zusammen wohnen. Das Zimmer sieht fürchterlich aus, denn überall liegt und steht Krempel von mir unordentlich herum, anscheinend gerade erst wild in die Wohnung transportiert. Aber er ist trotzdem ganz entspannt und stört sich nicht daran. Zusammen sehen wir alles durch und entscheiden, was weg kann und was wir behalten, um nach und nach Ordnung zu schaffen und aufzuräumen. Er lernt durch die Sachen gleichzeitig mich besser kennen, weshalb er interessiert dabei ist. Irgendwo findet er eine Hülle mit alten Ausweisen und einer Karte, auf der Angaben über mich stehen. Allerdings stimmen diese nicht, da es damals eine Verwechslung gab. Er liest sie mir vor: "Du bist also Daniela und ge.... Hausfrau?" Ich erkläre ihm, daß das falsch ist und die Angaben nicht zu mir gehören. Zumindest, daß ich nicht Daniela heiße, müßte er wissen. Was die Hausfrau betrifft - was nicht ist, kann ja noch werden, obwohl eher unwahrscheinlich. Doch auch ich lerne ihn durch das Zusammenleben besser kennen. Zum Beispiel beobachte ich, daß er früh stets ziemlich lange vor dem Spiegel steht, um sich zu betrachten. Dabei stelle ich fest, daß er im rechten Ohr einen silbernen Ohrstecker trägt. Könnte es sein, daß er ein wenig eitel ist?

Ich mag Vuvuzelas.

Die sind nicht so nervig wie Trillerpfeifen oder Tröten und wenn ich sie höre, fühle ich mich mit meinem inneren Auge immer in eine magische Wildnis voller röhrender Elche, Elefanten und Einhörner versetzt.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Heute wieder so ein Fall -

kommt zu mir, großes Drama, Strom gesperrt und mit dieser Haltung "Ich habe einen Anspruch darauf, daß meine Stromschulden übernommen werden". Den Zahn habe ich ihr erst einmal gezogen, die Übernahme erfolgt immer noch als Kann-Bestimmung, und gefragt, was denn mit ihren Abschlägen sei. Abschläge - was ist das? Wie, warum, weshalb, und überhaupt - mein Name ist Hase und ich weiß von nix. Manchmal wundere ich mich, daß die Leute überhaupt zu uns finden. Und komischerweise haben sie es immer ganz furchtbar eilig, wenn der Strom gesperrt ist, aber sind ein Jahr lang die Ruhe selbst, egal wieviele Mahnungen sie bekommen.

Fragt mich doch eine Kollegin, ob ich das Begrüßungsgeld schon zurückgezahlt habe, nachdem ich erzählt hatte, wo ich nach dem Fall der Mauer zuerst damit einkaufen war. Ich habe damals noch Nachtschichten an der Maschine gearbeitet und hatte auch in entsprechender Nacht eine Nachtschicht. Zwar bekam ich mit, daß die Werkleiterin herumging und irgendwas von "Mauer ist offen" brabbelte, aber ich habe das gar nicht für voll genommen, zumal man nachts an der Maschine sowieso in so eine Art Halbschlaf fällt, in welchem man die Routinegriffe automatisch ausführt. Morgens war ich froh, in mein Bett zu kommen, und habe nichts bemerkt. Erst am Nachmittag wußte ich, daß es stimmt und der erste "Übertritt" fand am darauf folgenden Wochenende statt, allerdings mit zwei Stunden Schlange stehen an der Grenze und noch einmal zwei Stunden Schlange stehen an den Ausgabestellen, aber das waren wir ja gewöhnt. Wäre ja noch schöner, wenn ich jetzt das Geld zurückzahlen sollte, um Griechenland zu retten.

Meditationen

zur Stille auf CD zu hören ist in etwa damit vergleichbar, mit dem Auto zum Fitnessstudio zu fahren.

Küche gefunden (Bergkristall)

Eine meiner Traumwohnungen, die mir bereits bekannt ist, da ich viel früher schon von ihr geträumt habe. Vielleicht erscheint sie mir aber auch nur deshalb so vertraut, weil sie dieselben Merkmale wie einige frühere aufweist: labyrinthartige Räumlichkeiten, teilweise Glaswände, an bestimmten Enden geht sie übergangslos ("grenzenlos") in die Wohnung des Nachbarn oder in den Hof über. In diesem undurchschaubaren Labyrinth bewohne ich drei Zimmer und stoße nun durch Zufall auf ein viertes (schon wieder vier), welches, wie ich feststelle, die Küche der Wohnung ist. Bisher hatte ich keine wirkliche Küche, also wird es Zeit, daß ich mir eine einrichte. Ich liebe es, neue Zimmer zu entdecken, auch in den Träumen selbst finde ich das immer sehr aufregend. Mich ein wenig umschauend, sehe ich, daß in einer Ecke sogar noch eine Arbeitsstrecke mit Spüle steht, darüber Hängeschränke, beides aus massivem Holz. Zwar sieht das ganze äußerlich etwas heruntergekommen aus, aber man könnte es gut aufpolieren. Erst einmal müßte natürlich alles gesäubert werden. An der Wand unter den Hängeschränken sind Brettchen mit Haken befestigt. Dort kann man gut diverse Küchenhilfen griffbereit anhängen. Doch leider fehlt auch in der Küche eine richtige feste Wand am anderen Ende. Während ich den Raum erkunde, lande ich irgendwo auf dem Hof oder einer Terrasse und schließlich in der Wohnung einer Nachbarin, die sich etwas gestört fühlt. Das ist genau das, was mich selbst an dieser Wohnung stört - man weiß nie, ob sich nicht plötzlich irgendein Nachbar in das eigene Revier verläuft, da so viele feste Wände fehlen, es deshalb überall Durchschlüpfe gibt und man eigentlich keinen richtigen Überblick hat, wo eine Wohnung anfängt und wo sie aufhört. Und selbst wenn Wände da sind, sind sie manchmal nur aus Glas. Hier auf dem Hof entdecke ich nun aber einen ganz wunderbaren Ausblick in der Abenddämmerung, den ich so noch nie wahrgenommen habe. Ich sollte ihn fotografieren. Da ich gerade in Entdeckerlaune bin, beschließe ich, gleich noch in ein paar andere Winkel der Wohnung vorzudringen, und zu schauen, was zu mir gehört und was nicht. Eine Tür, die ich öffne, führt in einen dunklen Gang, der am anderen Ende ebenfalls eine Tür hat, sowie drei oder vier (?) auf der rechten Seite. Ich würde gerne wissen, was hinter ihnen liegt und ob die Zimmer auch zu meiner Wohnung gehören, traue mich aber doch nicht, die Türen zu öffnen, weil ich vielleicht wieder Nachbarn in ihrer eigenen Wohnung störe. Deshalb gehe ich nur durch die Tür am anderen Ende hinaus. Hier befinde ich mich jetzt in einem Hausflur. Ich beschließe, in meine Wohnung zurückzukehren, doch woher bin ich gekommen? Ich weiß es nicht mehr. Überall Türen um mich herum, aber keine scheint zu meiner Wohnung zu führen, sondern nur in fremde. Anscheinend liegt meine Wohnung tief drinnen im Labyrinth versteckt, also wie finde ich sie wieder? Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als versuchsweise durch die Nachbarwohnungen zu latschen und dort einen Durchgang zu suchen.

"Stellt euch vor, Kinder,

ich erinnere mich noch an die alten Zeiten, als in den Russisch-Brot-Tüten mehr Russisch Brot als Luft war."

(Ungläubiges Staunen)

Mittwoch, 16. Juni 2010

An der Haltestelle,

an welcher ich täglich auf den Bus warte, befindet sich ein herrenloses Grundstück, das nur noch von Ratten bewohnt wird, umwachsen von wilden Brombeerhecken. Gleich am kaputten Zaun zur Straße steht ein großer Kirschbaum, der zur Zeit jede Menge roter Früchte trägt. Ab und zu sieht man deshalb Leute im Baum herumklettern, da die Kirschen ziemlich hoch hängen. Als ich so unter den Ästen des Baumes stand, die weit auf den Gehsteig reichen, und ständig nach oben auf die roten Früchte starrte, lief mir fast das Wasser im Munde zusammen. Ich dachte bei mir - eigentlich, also eigentlich, wenn ich springen würde....die eine oder andere erreiche ich vielleicht... Und schwupps, ein gezielter Sprung und ich hatte gleich zwei. Dann kam jedoch der Bus und so blieb es bei genau zwei Kirschen heute zum Nachtisch.

Dienstag, 15. Juni 2010

vergesprochen

allerdings nicht ich, sondern Herr N. am Telefon:

"er zieht das Abkommen ein" statt "er zieht das Einkommen ab"

Ich mußte deshalb das ganze Telefonat lang leise vor mich hinkichern.

Im übrigen hat meine erste, bzw. letzte Vorgesetzte (je nachdem, von welcher Seite man zählt), anscheinend Angst, ich könnte Herrn N. gegen mich aufbringen. Jedenfalls ist mir schon öfters aufgefallen, daß sie immer so komische erschreckte Bewegungen in meine Richtung macht, als wollte sie mir sagen: "Neiiiin! Nicht doch!", wenn ich irgendeine spitzere Bemerkung loslasse, wobei ich die ja noch nicht einmal wirklich schlimm finde. Heute zum Beispiel ging es darum, daß er meinte, ich hätte irgendein altes Arbeitspapier. Allerdings hat er dieses zusammen mit anderen Papieren einmal entsorgt, weil er wohl meinte, ich brauche die nicht mehr. Er ist immer schnell dabei, alles mögliche wegzuwerfen oder wegzubringen, selbst wenn ihm die Sachen gar nicht gehören. Damit hat er sich schon bei anderen ziemlich unbeliebt gemacht. Und ich konnte mir natürlich nicht verkneifen im entsprechenden Tonfall zu bemerken: "Das war wohl unter den Papieren, die SIE weggeschmissen haben...", worauf ich dachte, meine Vorgesetzte bekommt gleich einen Herzkasper. Klar, als Feind möchte ich ihn auch nicht haben, aber ich glaube, ich kann ganz gut einschätzen, was ich zu ihm sagen kann und was nicht. Und ich habe stets den Eindruck, so wirklich Lust, mit mir Streit anzufangen, hat er nicht.

Montag, 14. Juni 2010

Totales Sportformtief

Beim Sport habe ich manche Übungen heute gar nicht hinbekommen, mit denen ich sonst nur wenig Probleme habe. Vom Bauchrollen über den Ball bekam ich flüchtig Kopfschmerzen, ich hatte ständig irgendwelche Krämpfe und eine komische Schwäche in den Beinen. Ich gehe mal nicht davon aus, daß dies die ersten Auswirkungen des Passivrauchens sind, aber merkwürdig ist es schon, wie stark Kraft und Beweglichkeit manchmal variieren. Und auf dem Gehweg ein toter kleiner Vogel. Wahrscheinlich aus dem Nest gefallen.

Sonntag, 13. Juni 2010

Der Musikpreis

Ein unterirdischer Bahnhof (U-Bahn?), an dessen Seiten jeweils Sarkophage, mit aus Stein hergestellten lebensgroßen Figuren darauf, stehen. Um eine dieser Figuren läuft auf dem Sarkophag eine Ratte herum, immer im Kreis, bzw. im Rechteck. Seltsam. Warum macht sie das?
Durch Zufall lande ich in einer Schule, wo ich ungewohnt erfreut vom Direktor empfangen werde. Man habe bereits auf mich gewartet, schön, daß ich endlich da sei, denn man wolle mir den Musikpreis verleihen, der von dieser Schule regelmäßig vergeben werde. Hä? Musikpreis? Weder habe ich etwas mit Musik zu tun, noch war ich jemals in dieser Schule. Woher kennen die mich? Ich getraue mir aber nicht, etwas zu sagen, sondern lasse mich vom Direktor und einigen anderen Leuten in einen großen Saal führen, wohl die Aula, die bereits voll mit Menschen besetzt ist. Anscheinend bin ich genau richtig zur Preisverleihung gekommen. Sie führen mich durch den Saal hindurch wie eine Geleitdelegation an das andere Ende, wo ein Stück vom Saal als Bühne frei geblieben ist, und stellen mich neben einem Klavier ab. Da stehe ich nun, etwas verwirrt, weil ich mich frage, was ich hier soll, und der Saal beginnt zu klatschen. Ach du Schreck! Ich soll doch hier jetzt nicht etwa singen oder sowas? Das kann ich ja gar nicht. Aber nein, niemand verlangt etwas dergleichen. Alle sind zufrieden, mich einfach beklatschen zu dürfen. Um nicht ganz so steif herumzustehen, beginne ich mich unsicher zu verbeugen. Ich habe zwar keinen Schimmer, warum und weshalb die Leute klatschen, aber das werde ich hier sicherlich nicht klären. Also einfach mitspielen. Die Erkenntnis, daß von mir nichts weiter erwartet wird, als herumzustehen und mich zu verbeugen, erleichtert mich jedenfalls. Die Veranstaltung ist irgendwann zuende, ich habe jedoch keinen Preis direkt überreicht bekommen. Ich würde gerne meiner Mutter davon erzählen, habe so aber keinen Beweis, daß das alles wirklich passiert ist. Wahrscheinlich schicken sie mir die Preisplakette oder was man da kriegt mit der Post zu.
Dunkel erinnere ich mich daran, daß ich für Mittwoch ein Treffen mit meinem Kumpel ausgemacht hatte. Er hat sich das extra dick und fett irgendwo aufgeschrieben. Ein Glück, daß mir das noch eingefallen ist, denn beinahe hätte ich es vergessen.
An einer Bar mit meinem Kumpel. Erst später stelle ich fest, daß wir uns in einem kleinen Flugzeug befinden. Die Bar befindet sich also im Flugzeug, und dieses transportiert eine Beerdigungsgesellschaft und eine Leiche zum Friedhof. Es gehört gewissermaßen mit zur Trauerfeier. Das Flugzeug fliegt ziemlich niedrig über die Hochbahn hinweg und über Gebiete mit vielen Müllplätzen. Mein Kumpel läßt jetzt Krempel des Verstorbenen etappenweise aus dem Flugzeug fallen. So wird gleich seine Wohnung entsorgt. Ich frage mich allerdings, ob man das so einfach darf. Schließlich landet das Zeug oft nicht direkt auf dem Müllplatz sondern daneben.
Dieselbe Örtlichkeit wie in der ersten Traumsequenz. Wir wollen zur Untergrundbahn, müssen dafür jedoch eine schmale, gewendelte Kellertreppe hinunter. Seltsamerweise versagen meine Beine vollständig den Dienst. Weder mit Kraft- noch mit Willensanstrengung bekomme ich sie einen Schritt auf der Treppe voran. Deshalb bewege ich mich schließlich mit den Armen hinunter, indem ich diese seitlich ausstrecke und mich an den Ecken und Kanten der unverputzten Ziegelsteinwände nach unten ziehe. Es ist enorm anstrengend. Unten ankommen ist alles wieder normal, allerdings ist hier kein Bahnhof und auch keine Bahn, sondern nur ein ganz normales, etwas trostloses Zimmer.

Die Klause

Die Klause

Samstag, 12. Juni 2010

Der blaue Apfel (Neumond)

Ich bewohne eine etwas unkonventionelle Wohnung, vielleicht auch ein Haus, da sehr großflächig, anscheinend mit Garten, die von der Miete, bzw. den Wohnkosten relativ preiswert ist. Es taucht die Zahl 173 auf, was wohl die Hälfte oder ein Viertel der Miete ist. A. erscheint im Traum und ich lade ihn ein, bei mir zu wohnen, allerdings nicht allein, sondern mit einem anderen Pärchen zusammen. Dadurch, daß die Kosten so niedrig sind, läßt sich das gut machen, zumal er im Traum seltsamerweise nicht viel Geld hat (schon wieder alles verspielt?). Irgendwann betrete ich die Küche, in der das andere Pärchen dabei ist, ein Essen vorzubereiten, und sage in einer sehr freundschaftlichen und positiven Atmosphäre, um es noch einmal klarzustellen, daß sie doch bitte ihren eigenen Strom (Energie?) benutzen sollen und nicht meinen. Was die Energie betrifft, wirtschaften wir also getrennt. Sie sehen das auch sofort ein und geben mir Recht. Sie werden künftig darauf achten. Währenddessen habe ich auf einer Anrichte einen leuchtend blauen Apfel entdeckt. Er ist leicht gemuschelt, wie die grünen Äpfel auch, aber in einem strahlend-tiefem Preußisch-Blau. Sofort werde ich neugierig und möchte den Apfel probieren. Zwar habe ich im Hinterkopf, das Blau Gift bedeuten kann, allerdings bin ich mir sicher, daß hier niemand jemanden vergiftet und daß es eine besondere Züchtung sein muß. Ich nehme also ein Messer und schneide den Apfel in vier Viertel. Innen ist er hell, wie ein normaler Apfel, aber mit einer blauen Maserung. Das kleinste Viertel nehme ich mir (nicht aus Bescheidenheit, sondern weil man davon am besten abbeißen kann) und probiere ein Stück. Der Mann von dem Pärchen hat gerade von einem Pfirsisch abgebissen, und ist dabei auf eine harte Stelle gestoßen, an der er sich fast die Zähne ausgebissen hätte. Er macht jetzt etwas Komisches: Er schneidet die steinharte Stelle heraus und reibt sich damit die Haut über der Oberlippe ein. Etwas später, irgendwo draußen (im Garten?) trinke ich aus einem Eimer Kraftbrühe mit Fleischstückchen, und zwar mit einem seltsamen Strohhalm, der unten nur aus einem Halm besteht, sich oben jedoch in vier Mundstücke gabelt. Die Fleischstückchen durch diesen Strohhalm zu saugen ist etwas schwierig. Während ich das mache, denke ich über mein Zusammenleben mit A. nach. Eigentlich hatte ich befürchtet, daß es nicht lange gut gehen und wir uns bald anfangen würden zu streiten, da wir ja vorher noch nie lange zusammen waren. Doch es läuft glänzend und noch immer ist alles harmonisch. Auf einmal wird mir der Grund klar: Gegen Streit oder Zank schützt Selbsterkenntnis.

Bemerkung: Und immer wieder die Vier. Die muß wohl wirklich wichtig sein. Vier auch hier.
Vier
Assoziation: - Stabilität,- Materie,- Stärke,- Streben nach irdischen Dingen. Fragestellung: - Wo in meinem Leben bin ich am stabilsten? Psychologisch: Diese Zahl hat fast immer positive Bedeutung,- sie ist der gute Halt, die Stabilität, die Macht, die Erhaltung des bereits Erworbenen, aber auch das Ordnende in der Natur mit ihren vier Jahreszeiten, die vier Elemente den vier Himmelsrichtungen, und den vier Mondphasen. Die Vier und das Viereck sind Ganzheitssymbole und haben auch im Traum diese positive Bedeutung.

Tarotkarte zur Traum-Vier: Die Herrscherin
Ein wenig Selbsterkenntnis würde der Ratte, die Lügen über mich erzählt, weil sie ihrer eigenen Dummheit nicht ins Auge schauen kann oder die Konsequenzen fürchtet, vielleicht auch nicht schaden.

Freitag, 11. Juni 2010

Ich stelle fest,

daß die WM durchaus ihre guten Seiten hat. Meine Untermieter haben heute den Balkon gemieden und stattdessen, den lauten Rufen nach zu urteilen, vor dem Fernseher Platz genommen und dort wahrscheinlich auch geraucht. Bei mir kamen deshalb nur die Kommentare und das sporadische Posaunenspiel an, das man allerdings nicht wirklich so nennen kann. Trotzdem war auch das noch vielfach erträglicher. Wie lange geht die WM eigentlich noch? Ich beantrage Verlängerung und verspreche dafür mein Deutschland-Fan-Handtuch, das mehr wie ein Waschlappen aussieht, jeden Tag im Büro zu benutzen, um mir die dicken Schweißtropfen von der Stirn zu wischen.

PS: Ob wohl der Name des DFB-Kapitäns "Lahm" ein gutes Omen ist?

Donnerstag, 10. Juni 2010

Zum Thema Kettenrauchen auf dem Balkon

https://www.gutefrage.net/frage/wieviel-rauch-vom-nachbarbalkon-muss-ich-ertragen

Ich überlege gerade, wie ich die unter mir auch zustänkern kann. Ein Witz, daß sowas mit Autoabgasen verglichen wird, da diese ja natürlich mein Zimmer so dolle zunebeln.
Das Bitterste an der Sache ist, daß diese Leute wahrscheinlich alle super gesund sind, den besten Schlaf und nicht die allerkleinste Allergie haben. Jedenfalls ist nicht einmal ein Raucherhusten zu hören.

Ich werde

immer dünner. Heute holte ich die Sommerhose aus dem Schrank, die ich im letzten Jahr getragen habe, und die rutschte mir fast über die Hüften. Ich kann mich nicht erinnern, daß die im letzten Jahr auch schon sooooo weit war. Vielleicht habe ich eine Querulanten-Waschmaschine, die die Klamotten weiter macht statt enger. Dabei esse ich in letzter Zeit viel mehr als vorher, als ich noch die erhöhten Temperaturen und stärkeren Rückenschmerzen hatte, sowie damit verbunden kaum Appetit, insbesondere nicht auf warme Speisen. Überdies werde ich bei dieser Hitze regelmäßig mit meinem einzigen Laster rückfällig (ok, das einzige außer zärtliche Männer mit liebenswerten Fehlern und Sushi), nämlich Coca Cola. Ich rauche nicht, trinke nicht, trinke keinen Kaffee oder Tee, bin relativ sparsam mit Süßem, aber Coca Cola mit Eiswürfeln muß sein, vor allem jetzt, denn sie wirkt gegen Energievampire, bringt aber wahrscheinlich meinen Säurehaushalt wieder in negative Bilanz. Und das alles nur, weil meine Eltern früher nie wollten, daß ich Cola trinke. Daran sieht man mal, was Verbote bewirken. Wobei sie mir die Cola nicht direkt verboten, aber immer so lange genervt haben, bis ich freiwillig etwas anderes getrunken habe. Unheimlich, diese Körperumfangsschrumpfung. Hoffentlich bin ich irgendwann nicht einfach verschwunden. Gab es da nicht auch so eine nervtötende Geschichte im Struwelpeter? Aber der hieß, glaube ich, Suppenkaspar. Ich habe diese Geschichten als Kind gehasst, weil sie so grausam waren. Und dazu diese furchtbaren Bilder - Suppenkaspar zum Schluß nur noch ein tanzendes Strichmännchen. Gruselig. Horror pur.

Liebeserklärungen und Schätze der Titanic

Auf der anderen Straßenseite sehe ich einen Mann den ich kenne. Zumindest glaube ich ihn zu kennen, da er aber einen Helm o.ä. trägt, ist es eigentlich nicht genau festzustellen, wer er ist. Er winkt mir zu, ich winke zurück, gehe auf ihn zu und lade ihn ein, ein Stückchen Weg mit mir zu gehen. Es ist Winter und der Gehweg völlig vereist und glatt. Aber erst kurz vorher hatten wir noch meterhohe Schneeberge, deshalb mache ich die Bemerkung, daß es sich doch jetzt wieder viel besser läuft, wenn der Schnee nicht mehr so hoch liegt, während wir gemeinsam lachend über den Gehsteig schlittern und uns in einer halben Umarmung umfaßt halten. Wir steigen in eine S-Bahn ein, die mit den Holzbänken, und er setzt sich mir genau gegenüber. Unerwartet macht er mir hier eine Liebeserklärung. Das freut mich einerseits, aber plötzlich wird mir klar, daß ich nicht hundertprozentig weiß, wer er ist, sondern es nur glaube. Zwar trägt er keinen Helm mehr, aber das Gesicht ist trotzdem ein bißchen fremd. Was ist, wenn er der Falsche ist? Entsprechend antworte ich: "Woher soll ich wissen, daß du wirklich der bist, von dem ich glaube, daß du es bist?"

Einige Traumfragmente gingen verloren, jedoch spielte in ihnen die Vier eine wichtige Rolle. Immer wieder Vier.

Ich habe neuen Kontakt zu A., telefonisch oder per Internet. Er ist anscheinend wieder in Berlin und hat sich bei mir gemeldet. Ich frage ihn nach der Ausbildung oder dem Lehrgang, von dem er das letzte Mal als er in Berlin war erzählt hatte. Nach dem Gespräch fällt mir plötzlich siedend heiß ein: Ich bin ja in einer Beziehung zu jemand anderem! Und glücklich! Ausgerechnet jetzt muß A. anrufen, so eine verfluchte Komplikation. Und blöd auch. Warum jetzt? Warum nicht früher? Aber ich werde auf keinen Fall untreu sein. Das steht fest.

Am Eingang zu irgendeiner Veranstaltung platziert sich ein junger Mann und versperrt mir den Weg, indem er mir ein komisches Gerät wie einen Säbel entgegenhält. Es hat am Griff einen kleinen Monitor auf dem das Bild eines Videospiels zu sehen ist. Es heißt "Saw", jemand mit einer Kettensäge steht darin herum, und anscheinend kann mich der Typ mit seinem Gerät virtuell kettenzersägen. Das lasse ich aber nicht mit mir machen, auch wenn es nur virtuell ist, deshalb mache ich einen großen Bogen um ihn und versuche gar nicht mehr, in die Veranstaltung hineinzukommen. Er scheint enttäuscht und geht jetzt ohne das Gerät auf mich zu, erklärt, daß es doch nur ein Spaß ist, er mich mag, kennenlernen möchte o.ä. Und ich erkläre ihm, daß mir dieser Spaß zu weit geht und ich nichts damit zu tun haben möchte. Stattdessen mache ich mich auf einen langen Weg durch dämmrige Straßen. In Abständen sind jeweils öffentlich noch unbekannte Schätze aus der Titanic deponiert. Jemand, der nicht eingeweiht ist, würde das wahrscheinlich gar nicht erkennen, sondern die Sachen für irgendwelchen anderen Krempel halten. Darunter sind zum Beispiel auch mexikanische Musikinstrumente. Immer, wenn ich an so einem Schatz vorbeikomme, öffne ich das eher unauffällige Behältnis und schaue mir die Stücke an. Dann schließe ich es wieder, achte aber sehr genau darauf, daß mich keiner sieht, damit ich nicht damit in Verbindung gebracht werde. Das könnte Ärger geben. Das Gelände wird immer unebener und sumpfiger, ist schon längst keine Straße mehr. Inzwischen gleicht es mehr einer großen Baustelle, welche durch einen kleinen befestigten Bach unterteilt wird. Auf der anderen Seite stehen mehrere Bagger herum. Da ich die ganze Zeit gelaufen bin, will ich wie automatisch über den Bach springen, um weiterzulaufen, doch halte im letzten Moment inne. Komme ich denn auf der anderen Seite überhaupt weiter? Eigentlich sehe ich nur Wasserpfützen und ein paar Flächen, die von Baggern zugestellt sind. Jetzt kommen aber zwei Frauen vorbei, die sich ihren Weg durch die Fläche bahnen, also muß es ja doch irgendwo weitergehen. Ich mache deshalb einen Sprung über den Bach und wate durch die Wasserpfützen, nach einem Weg suchend.

"Dem Thyrrus an der Eiche graben" als umschreibende Redewendung für Sex.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Irrlichter

Irrlichter

Nimm mich mit!

Nimm mich mit!

Ich werde ausspioniert.

Als ich vorhin ein wenig auf dem Balkon döste, hatte ich plötzlich dieses prickelnde Gefühl im Nacken, das man empfindet, wenn man von jemanden angestarrt wird, und welches einen dazu bringt, sich spontan umzuwenden. Nun ist es ziemlich unwahrscheinlich, daß jemand bei mir über die Balkonbrüstung schaut, aber automatisch wendete ich mich trotzdem um und da hing förmlich ein Vogel in der Luft, der wie gebannt in meine Richtung sah. Er schwebte an einer Stelle, erinnerte ein wenig an einen Kolibri, war aber keiner - vielleicht war er in der Schockstarre, weil er nicht erwartet hatte, auf seinem Lieblingsbalkon einen doofen Zweibeiner zu finden und wußte vor Schreck nicht, ob er vorwärts fliegen oder kehrt machen sollte. Erst als er merkte, daß ich ihn gesehen hatte, tauchte er ab. Mich irritierte die Lautlosigkeit dieser Situation. Man hörte weder Flügelschlag noch unflätiges Geschimpfe, wie es sonst bei den Meisen oder Spatzen immer der Fall ist. Fast war mir, als hätte ich einen Geist gesehen, oder eine Halluzination. Hoffentlich war das nicht einer dieser Spionage-Spatzen von Schitkowicz (für Insider, die den "Müll" schon gelesen haben).

An die WC-Sticks haben sie jetzt ein winzig klein gepresstes WM-Fan-Handtuch geklebt. Es sieht aus wie ein Stück Preßkohle und man muß es ins Wasser legen, damit es sich entfaltet. Ich weiß nicht, ob es sich für mich lohnt, das Handtuch zur Entfaltung zu bringen, da mich die WM interessiert wie die Wasserstandsmeldung vom letzten Jahr. Ich hoffe, sie geht an mir vorbei, ohne daß ich sie bemerke, befürchte aber, daß das nicht der Fall sein wird. Sicher gibt es auch diesmal genug Idioten, die Knaller von den Balkonen werfen. Und wenn ich wieder träumen sollte, daß die Russen den Fußball im Leib haben, glaube ich kein Wort mehr davon.

Traumsplitter

Mit mehreren Leuten will ich eine befahrene Straße überqueren. Ein kompakter schwarzer Wagen kommt von rechts, scheint aber hinter einem Straßenhügel, wo ich nur noch die "Schnauze" des Autos sehe, das Tempo zu drosseln, weshalb ich schnell über die Straße spurte. Die anderen bleiben alle stehen und rufen mir erschreckt hinterher, da sie anscheinend meinen, ich würde von dem Wagen erfasst werden, doch ich erreiche unbeschadet die gegenüberliegende Seite.

Irgendwo liege ich lange Zeit wie tot herum, kann mich kaum rühren und habe das Gefühl, mein Vater beobachtet mich von "oben". Es kommen irgendwelche Leute, die aus mir einen gekreuzigten Christus machen wollen, nicht den echten, sondern als eine Art Bild. Dazu drehen sie mich auf den Rücken und platzieren meine Arme entsprechend. Ich trage meine türkise Strickjacke und unten nur einen Slip, was mir unangenehm ist, aber gut, Jesus hatte auch nicht mehr an. Und wenn sie mich maskiert, bemalt und verkleidet haben, bin ich eh nicht erkennbar. Trotzdem finde ich das alles blöd. Weder möchte ich wie Jesus aussehen noch sonstwas damit zu tun haben. Ich würde lieber aufstehen und einfach gehen, doch dazu fühle ich mich viel zu kraftlos.
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