Alien
Es ist eine neuere Version von  AlienInsideTwoday  verfügbar!  Aktualisieren  Jetzt nicht!
© 2018-2022 NeonWilderness

Dienstag, 20. Juli 2010

Das Eistütenorakel

https://www.hr-online.de/website/radio/hr3/index.jsp?rubrik=54785&key=standard_document_39460047

Also: Ich kann mich nicht zwischen Schokolade und Zitrone entscheiden, denn das kommt auf das spezielle Eis an. Zum Beispiel hasse ich Schokostückchen, sowohl auf als auch im Eis. Es sollte deshalb schokostückchenfrei sein. Das Zitroneneis sollte cremig und nicht unbedingt ein Sorbet sein, außerdem nicht zu aufdringlich nach Zitrone schmecken. Überhaupt esse ich sowieso lieber zwei Sorten gleichzeitig, also eben Schokolade und Zitrone, oder Schokolade und Vanille. Vanille mag ich eigentlich generell nur mit einer zweiten Eissorte, entweder Schoko- oder ein Fruchteis. Eine Eissorte alleine ist irgendwie langweilig. Was sagt das jetzt über mich aus?

Montag, 19. Juli 2010

Traumsplitter

In einer Gesellschaft bin ich die einzige Blondine unter Frauen, die alle tiefschwarze Haare haben, meist bereits gefärbt über grauen Haaren. Ich frage mich deshalb, ob ich etwas verpaßt habe und ob das jetzt jeder haben muß. Es gefällt mir nicht, aber andererseits fühle ich mich als Außenseiter, weshalb ich die Gesellschaft verlasse und mit einem Fahrstuhl in ein anderes Stockwerk möchte. Schnell springe ich in einen Fahrstuhl, der schon halb offen steht, doch erst als ich drin bin entdecke ich das knutschende junge Pärchen. Wahrscheinlich störe ich, aber egal, ich drücke trotzdem den Knopf - nichts tut sich. Anscheinend ist der Fahrstuhl defekt. Ich steige in einige andere Fahtstühle um, doch keiner bewegt sich. Alle kaputt. Schließlich, es ist nicht klar, ob dies ein neuer Traum ist, werde ich in einer Rakete senkrecht nach oben katapultiert, wobei ich nicht mehr weiß, was das Ziel ist und ob ich dort angekommen bin. Die auf den Körper ausgeübte Gegenkraft war beim Raketenflug jedoch erstaunlich echt zu spüren.

Sonntag, 18. Juli 2010

Verschollen im Märchenland

Perfektes Wetter war das heute, Ausflugswetter. Viel zu schade, um lange Telefonate zu führen, was sich aber trotzdem so ergab. Danach Lust auf einen kleinen Spaziergang. Diesmal ohne direktes Ziel, nur der Nase nach genau in die Richtung, in die ich sonst vom Fenster aus blicke, in die ich aber selten gehe, da es dort nur Villen und Kleingartenanlagen gibt. Sobald man in das Viertel eintaucht, fühlt man sich fast wie in einem anderen Ort. Sogar Hähne krähen dort, wie auf dem Dorf, die ich aber in meiner Wohnung nicht höre, wahrscheinlich weil die Autobahnzufahrt sie übertönt. Ein großer Greifvogel flog über mich hinweg. Das ist natürlich etwas völlig anderes als ein kleiner Spatz, denn wenn der seine Flügel breitet, steht man im Schatten. Beeindruckend. Und dann verlief ich mich im Märchenland zwischen Sterntaler- und Drosselbartweg, wobei verlaufen übertrieben ist, denn eigentlich fand ich nur keinen Durchgang, da es im Märchenland fast ausschließlich Sackgassen gibt, scheint mir. Erst als ich dem unverschämt langen gelben grauen Backsteinweg folgte, führte der mich wieder hinaus. Zu Hause gab es zur Stärkung leckeren Fruchtsalat, für den ich aber erst ewig in der Küche stehen mußte, um die Pfirsiche abzubrühen, zusammen mit der Ananas klein zu schneiden, die Kirschen alle einzeln mit Hand und Messer zu entkernen und Walnüsse zu knacken und zu entpolken. Da ist der Abend des viel zu kurzen Wochenendes weg und der Salat genau so schnell. Aber gut, zweimal im Jahr kann man sich die Zeit ruhig nehmen.

 

H 7        H 6

 

H 5

 

H 4

H 3 

 

H 2H 1

 

Fruchtsalat am Abend

Mein Glücksklee

sieht wirklich traurig aus in diesem Jahr. Und von den wenigen Trieben, die gekommen sind, hängen die meisten auch schon wieder schlaff in den Seilen. Dabei war er seit Jahren unverwüstlich. Ist die Frage, ob er so traurig aussieht, weil ich kein Glück habe, oder ob ich kein Glück habe, weil er so traurig aussieht.

Samstag, 17. Juli 2010

Im Regenschloß

Es regnete. Es regnete so lange, bis Gras und Wege blankgewaschen waren und die Pfützen sich in richtige Seen verwandelt hatten. Auf den Pfützen bildeten sich glänzende Regenbläschen und erloschen wieder. Nicht jeder weiß, dass in diesen Bläschen Regenmännlein auf dem Wasser schwimmen. Peter wußte es.
"Sie verlöschen so schnell, daß man das Regenmännlein nicht immer erblicken kann. aber manchmal sieht man es." Peter schaute sich nach dem Tigerchen um, das neben ihm herlief, denn es fürchtete sich nicht vor dem Regen.....
....Peter war sicher, dass die Regenmännlein sie sahen.
"Sie kennen auch unseren Tiger, und er kennt sie. Komm, Tigerchen, ich will dir etwas sagen." Peter flüsterte ihm etwas ins Ohr und das Tigerchen begriff sofort.
Eines der Bläschen, es glich den übrigen, war aber wohl etwas größer, blieb plötzlich stehen, schwamm näher an den Rand der Pfütze heran und wuchs und wuchs wie eine Seifenblase. Und dann war es wie ein durchsichtiger, gläserner Kahn. Im Kahn stand das Regenmännlein mit einem riesigen Hut und mit einer Pelerine. Es verneigte sich, und Peter und Kati warteten, was es ihnen sagen würde, aber es sang nur leise vor sich hin, so wie der Regen manchmal singt:

"Regenmännlein heiße ich.
Es fährt mein Wunderkahn
euch brave Kinder alle
ins Traumland wundersam."

Sie stiegen ein, und der Kahn schwankte nicht einmal, obwohl er aussah, als wäre er aus dünnem Glas gemacht. Tymonek (der Tiger, bzw. Kater) war als erster hineingesprungen.
Sie fuhren, fuhren lange im rauschenden Regen, und das Regenmännlein pfiff leise vor sich hin, flüsterte und sang ein Lied, und das klang und tönte wie der Regen in der Dachrinne an einem frühen Sommermorgen, wenn man noch schläft...
....Peter fragte das Regenmännlein nicht mehr, wohin sie fuhren, denn sie erblickten gerade das Regenschloß. Sie erkannten es sofort: Es war grün wie Wasser, durchsichtig wie der Regen. In der Nähe rauschte ein Bach, und an seinem Ufer troff von den Zweigen der Trauerweiden und Hängebirken der Regen. Doch es war gar nicht traurig und langweilig in diesem Regenland, denn in allen Dachrinnen klang und tönte es wie ein großes Orchester, Springbrunnen plätscherten, und in den Springbrunnen hüpften Regenmännlein, die wiegten sich auf den Wasserfäden und kreischten vergnügt....
....Wie hurtig die Regenmännlein am Werke waren - selber ganz blau, grün, lila von dem Regenbogen, den sie gerade webten, wirkten und glätteten! Die bunten Fäden, Bänder und Streifen flogen nur so durch die Luft, und auch der Boden war damit bedeckt....
....Die Regenmännlein sangen bei ihrem fröhlichen Schaffen...

...."Der Sonnenschein wartet", wiederholte das Regenmännlein im Kahn die letzten Worte des Liedes. " Kommt, ich öffne euch das Tor."
Hinterm Tor rauschte der Regen nicht mehr, die Springbrunnen waren verstummt, nur ein letzter feiner Regen wisperte noch zum Abschied und klopfte gegen den Regenschirm. Die bunten Vögel auf dem Schirm hatten nasse, blankgewaschene Federn.
Kati schloß den Regenschirm. Am Griff hing ein buntes Bändchen.
"Das war vorhin nicht da, wie kommt es hierher?"
"Ein Regenmännlein wird es zum Andenken um den Griff geschlungen haben, das ist doch klar", sagte Peter.
Am Himmel leuchtete ein herrlicher, breiter Regenbogen...
...Auf der großen Pfütze waren schon alle Bläschen erloschen. Nein, nicht alle: Eines entfernte sich eilig, kleiner und kleiner werdend. Darin stand das Regenmännlein und winkte mit seinem großen Hut.

(gekürzt - aus "Das Haus unter den Kastanien" von Helena Bechlerowa)

Regen

Regen macht die Erde nass

Unheimlich

war es heute als ich nach Hause fuhr, und an der Bushaltestelle kein Mensch stand und sich im Bus ebenfalls niemand befand. Ich fragte mich, ob ich der einzige bin, der gearbeitet, bzw. so lange gearbeitet hat, und sich die anderen schon längst ins Wasser verkrümelt haben. Im übrigen wird der Rücken durch das ständige Schleppen oder Heben von Wassermelonen auch nicht besser, aber ohne geht überhaupt nicht. Und was ich endlich mal gerne wissen würde: Wer ist eigentlich diese ominöse Hannah Montana, von der ich überall auf Radiergummis, Ordnern, Linealen, Handyanhängern usw. lese?

Freitag, 16. Juli 2010

Zwei Wege und vier Ratten (rosa Löwenmaul)

Zwei Wege. Der eine führt eher beschwerlich bergauf auf einen mit Gras bewachsenen Hügel und ist ein mit einigen Steinen bedeckter doppelspuriger Sandweg. Der andere ist gepflastert und ebenerdig. Mit kindlicher Begeisterung und Entdeckerneugier stürze ich mich sofort auf den ansteigenden Sandweg. In der Hälfte des Weges fällt mir auf, daß es sich hier eigentlich sogar leichter geht als ich dachte. Von dem, was hinter dem Hügel wartet, ist jedoch noch nichts zu sehen. Das Gras der Hügelkuppe vor dem etwas blassen Himmel versperrt wie eine Barriere die Sicht.

Im weiteren Traum geht es darum, daß ich sieben Kinder habe oder ein siebentes dazu kommen soll, aber die Gefahr besteht, daß es behindert ist. (Also mir haben diese Fünf eigentlich bereits gereicht.)

Wieder zwei Wege, die parallel zueinander einen mit Kraut und Gras bewachsenen Waldhügel hinaufführen. Den linksseitigen steige ich hinauf und ganz oben schaue ich mehr zufällig ins Gebüsch. Dort entdecke ich eine Ratte. Und da, eine zweite! Eine dritte! Und nur wenige Zentimeter vor meinen Füßen eine vierte Ratte. Diese sind sehr friedlich, knabbern vor sich hin und schauen mich verwundert mit schwarzen Augen an, als wollten sie fragen, was ich hier herumtrample. Aber sie scheinen keine Angst vor mir zu haben und bleiben wie angewurzelt sitzen. Was bin ich froh, daß ich nicht aus Versehen auf eine hinaufgetreten bin! Ich werde jetzt bei jedem Schritt aufpassen. Vorsichtig gehe ich zum gegenüberliegenden Weg, um auf diesem den Hügel wieder hinunter zu gehen. Dabei denke ich bei mir - wußte ich es doch! Doch Ratten! Hatte also nichts zu sagen, daß ich vorher am Tag keine gesehen habe. Das Warnsystem der Ratten vor falschen Menschen funktioniert immer noch gut.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Ab und zu,

wenn ich irgendwo im Supermarkt die vielen bunten und mal mehr, mal weniger schön designten Schulartikel sehe, wünschte ich mir, ich könnte noch zur Schule gehen. Also in die richtige Schule natürlich, so wie früher. Jetzt kann ich zwar auch in die Schule gehen, wenn ich wollte, würde deshalb aber nicht mehr einen Aufwand mit Füllfederhaltern, Federmäppchen, Ordnern, Heften, Hüllen und Bleistiften betreiben. Dabei habe ich eine kleine Schwäche für solche Dinge. Ich bin zwar nie gerne zur Schule gegangen, wenn ich in den großen Sommerferien aber frische Hefte und Bücher, neue Lineale, Füller und Radiergummis und diesen ganzen Kram bekam, konnte man mich gut motivieren, mich auf die Schule zu freuen. Allerdings hielt die Motivation höchstens zwei Wochen, danach waren ja auch die Sachen wieder alt und angenutzt. Und wir hatten damals bei weitem nicht so eine riesige Auswahl an witzigen und schönen Schulartikeln. Wenn ich mich heute von dem lila-bunten Tintenroller wieder losreiße, dann nur, weil ich weiß, daß ich sowas nicht brauche und es einfach in einer Schublade landen würde. Stattdessen griff ich mir aus den Mängelexemplaren für zwei Euro das Buch "Hilfe, meine Eltern sind alt! Wie ich lernte, Vater und Mutter mit Respekt und Humor zu begleiten". Meinen Vater habe ich zwar schon ins Grab gebracht, aber meine Mutter wird auch immer anstrengender. Da kann es sicher nichts schaden, mal so einen Erfahrungsbericht zu lesen, zumal er humorvoll geschrieben zu sein scheint. Als mir dann plötzlich einfiel, daß ich dieses Jahr voraussichtlich noch öfters von stärkeren Geldregen getroffen werde, hätte ich auch gerne den himmelblauen Rittersporn gekauft, aber der ist zu groß für den Balkon. Und überhaupt, eigentlich ist es nicht Geld, das ich will. Es gäbe Dinge, die wären mir lieber, freie Zeit zum Beispiel. Aber niemand will mir Geld gegen Zeit tauschen, und wenn ich mich auf den Kopf stelle. Leider bin ich in der falschen Statistik (des doppelten Wortsinns) und darf die Statistik nicht verlassen. Die Nummer 22 halt, der Narr und der Bauer im Bürokratiewahnsinn.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Also

ich kann mich nicht beklagen - die Straßenbahn war gut klimatisiert heute. Am liebsten wäre ich mit einem Buch drinnen sitzen geblieben und den ganzen Tag hin und her gefahren. Inzwischen finde ich auch Bürodefibrillatoren eine ganz gute Idee. So kann man wahrscheinlich Hitzeopfer schnell und unbürokratisch wiederbeleben. Irgendwo und irgendwann las ich einmal, daß sich, wenn sich das Klima in genau der Weise weiter verändert, wie es das zur Zeit tut, Berlin-Brandenburg, im Gegensatz zu den umliegenden Ländern, zu einer Steppenlandschaft verwandeln wird. Ich glaube, es hat bereits begonnen. Meinem Rücken scheint die Hitze jetzt schon überhaupt nicht zu bekommen, ich fürchte mich vor dem nächsten Supergau und hoffe, daß er sich bis nach dem Sommer und nach dem Urlaub Zeit läßt. Gerade auf einer Reise könnte ich es gar nicht gebrauchen, wenn ich plötzlich zwei Stunden zum An- und Ausziehen brauche und mich zur Belustigung aller vor das Waschbecken knien muß. Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob ich mich überhaupt noch von zu Hause weg trauen kann. Und wenn das jetzt schon so ist, brauche ich mir wohl keine Illusionen darüber zu machen, als Rentner noch lustig durch die Welt zu gondeln. Aber vielleicht ist es ja ganz gut so, wenn man sich das Rentenalter nicht schönträumen kann.

Bei großer Wärme

schlafe ich immer mit weit offenen Türen. Das rächte sich letzte Nacht damit, daß heute mein Zimmer aussieht, als hätte jemand die Balkonkästen darin ausgekippt. Ich erwachte nachts von einem starken Luftzug, es stürmte stark und die Zimmertür fiel zu. Dann schlief ich wieder ein. Am Morgen machte ich die Augen auf und wunderte mich, was das alles auf dem Boden ist. Dabei hatte ich gerade erst am Wochenende unter Schmerzen und Schweiß gesaugt. Ich brauche ja auch schon wieder knapp zwei Stunden, um mich dazu aufzuraffen, die Schuhe auszuziehen, nur damit ich mich nicht bücken muß. Ich empfinde so ein Windverhalten deshalb als pure Schikane, zumal es noch nicht einmal geregnet hat. Ich werde bereits das ganze Jahr über schikaniert und das Wetter macht jetzt auch noch mit. Ich will nicht mehr.
Und die Ratte betet erneut zu ihrem Gott der toten Moral, überlegt, wie sie mich für ihre eigene Dummheit und Fehler bestrafen, verrufen oder manipulieren kann. Kaum zu glauben, daß ich mich so in einem Menschen täuschen konnte, aber eigentlich, im nachhinein betrachtet, hätte ich es wissen müssen. Schließlich habe ich diverse Schwächen durchaus sehr bewußt wahrgenommen, allerdings bin ich aus Sympathie vom Positivsten ausgegangen und habe nicht daran gedacht, was diese aus einem Menschen im negativsten Falle machen können. Für so viel Optimismus und Idealismus habe ich wohl Strafe verdient.

Montag, 12. Juli 2010

Tageshorroskop für morgen

VORMITTAG
Schon beim Aufstehen spüren Sie, dass ein Zauber in der Luft liegt. Sie strahlen – und alle Welt strahlt zurück.

NACHMITTAG
Die gute Laune wirkt sich auf Ihr Wohlbefinden aus. Sie fühlen sich nicht nur großartig, Sie sehen auch so aus! Umwerfend!

Klar, der Zauber in der Luft ist der Regen, d.h. falls die Blitze nicht nur leere Versprechungen bleiben. Das mit dem umwerfenden Aussehen bezweifel ich aber noch. Da kann nur ein Wunder helfen.

Rowdypnol

Im Büro soll ich mich, sagt Kollege K., mit dem Oberkörper auf einen Tisch legen, weil irgendetwas ausprobiert oder gemessen werden soll. Nachdem ich das getan habe, werde ich so müde, daß ich mich nicht einmal mehr bewegen kann, immer wieder einschlafe und weiter im Halbschlaf mit den Kopf auf den Armen liegen bleibe. Mein Körper ist schwer wie Blei und es kostet mich unendliche Mühe, überhaupt wach zu bleiben. Kollegen kommen und gehen um mich herum, ab und zu werde ich gefragt, was mit mir ist. Antworten kann ich noch und ich sage dann, ich sei so müde, wahrscheinlich der Kreislauf, daß ich mich nicht bewegen könne. Die Kollegen gehen wieder oder beraten sich. Schließlich kommt Kollegin K. und fragt ebenfalls. Auf meine Antwort sagt sie, ich sollte mal eine Pille von den Rowdypnol nehmen, die würden mich - das sagt sie nicht wörtlich, aber im übertragenen Sinn, den genauen Wortlaut habe ich vergessen - zur Kampfsau machen.

Bemerkung: Mit Rowdypnol meint der Traum wohl der Gegenpart zu Rohypnol, nämlich ein Aufputschmittel. Vielleicht brauche ich sowas ja wirklich, mindestens bei diesen Temperaturen. Mit meinem Kreislauf fühle ich mich jedenfalls partiell komatös.

Sonntag, 11. Juli 2010

Mein Bildschirmschoner

00005.png00021.png00020.png00028.png00023.png00007.png00000.png00011.png00001.png

 

ist so schön erfrischend.

Ich suche übrigens immer noch jemanden, der mich als Katze adoptiert.
Ich kann den ganzen Tag schlafen, in der Gegend herumstreunen und Vögel beobachten, zur Abwechslung auch mal dichten. Besonders geeignet bei Tierhaarallergie, da ich wenig haare. Außerdem bin ich sogar in der Lage, meine Dosen selbst öffnen und mich allein aus der Wohnung hinaus und wieder herein zu lassen. Normalerweise recht ruhig und friedlich, neugierig, etwas schreckhaft, mitunter sedierend (Tipp für Schlafgestörte), werde ich kratzbürstig, wenn man mich ärgert oder meine außergewöhnlichen Leistungen im Dosenöffnen nicht würdigt. Ein schattiges Plätzchen und ein Kühlschrank mit Eisfach sind Bedingung.

*trööööt* Puhhhhh,

hab heute auf Spanien gewettet, aber mein heißer Draht nach oben war etwas überhitzt, deshalb hat es so lange gedauert....
Ich dachte schon, das wird gar nichts mehr. Meine Güte!
Ok, der Einsatz war nicht sehr hoch, sozusagen nur zum Heben der Motivation, und eigentlich wollte ich das Geld ja loswerden, wie mir mein Traum versicherte. Hat aber nicht geklappt.

50 Grad im ICE nach Berlin – Fahrgäste kollabieren

https://www.morgenpost.de/vermischtes/article1345045/50-Grad-im-ICE-nach-Berlin-Fahrgaeste-kollabieren.html#reqRSS

Tja, gerade wenn sie am nötigsten gebraucht werden, versagen die Wunder der Technik und man wünscht sich nichts mehr, als ein einfaches offenes Fenster. War doch eigentlich schon immer so.

Traumsplitter

In einem kleinen Konferenzraum findet ein Interview mit einer bekannten Fotografin statt. Sie ist noch relativ jung, hübsch, trägt einen blonden Bubikopf, hat aber bereits sehr viel Erfolg mit Fotoporträts von Prominenten. Eigentlich weiß ich gar nicht, warum ich bei diesem Interview mit dabei bin. Ich bin durchgängig nur ein stiller Zuhörer und habe weder mit der Fotografin noch mit der Interviewer-Crew aus mehreren Personen etwas zu tun. Es ist für mich aber recht interessant, zumal die Fragen hauptsächlich fotografischer Art sind. Irgendwann holt die Fotografin zwei gebrauchte und schon etwas abgegriffene Kameras hervor - ein helle große und eine schwarze kleine Kamera. Die helle Große bekommt eine der Interviewerinnen, die schwarze Kleine drückt sie mir in die Hand. Zuerst betrachte ich sie interessiert, sehe, daß es eine Analog-Kamera ist, und schaue durch das Objektiv. Dann werde ich jedoch unsicher, aus welchem Grund mir die Kamera gegeben wurde. Nur zum Ansehen? Muß ich etwas dazu sagen? Oder darf ich die behalten? Ich halte sie hoch und frage noch einmal nach. Ja, ich darf sie behalten, wow. Es wundert mich, daß sie ausgerechnet mir die Kamera gegeben hat. Ein guter Grund, um wieder mehr analog zu fotografieren.

Die restliche Nacht reise ich mit einem schwarzen Aktenkoffer voller Geld umher. In allen möglichen Verkehrmitteln packe ich ihn neben mir auf den Sitz, während ich schlafe, so daß er leicht gestohlen werden könnte. Ich frage mich im Traum selbst, warum ich das tue, und komme zu dem Schluß, daß ich es wohl tatsächlich möchte, daß er gestohlen wird. Allerdings passiert es nicht. Blöd.

Samstag, 10. Juli 2010

Ich will Meer!

Balkonwindlicht

Hatte den ganzen Tag über die Fata Morgana einer Brise vom Atlantik in der Nase. Hätte gerne mehr Meer. Wenigstens ist es jetzt Nacht und langsam angenehm. Montag soll es noch einmal so heiß werden. Ausgerechnet genau, wenn ich wieder Sport habe. Jedweder Sport, der bei diesen Temperaturen außerhalb des Wassers stattfindet, ist Mord, finde ich. An solchen Tagen wünschte ich mir außerdem die Nachtschicht von früher zurück, als man unbehelligt von der Hitze ein bißchen Arbeit schaffen konnte. Über den Tag kaum machbar, da ist man viel zu sehr damit beschäftigt, keine Wasserflecken zu hinterlassen und mit den ständig offenen Fenstern versteht man am Telefon durch den Straßenlärm noch nicht einmal sein eigenes Wort. Wenn mich jemand anruft, sage ich immer nur: “Ich verstehe nicht, ich verstehe nicht.” und ich verstehe wirklich nix. Ich bin es auch müde, dauernd gegen den Straßenlärm anzuschreien. Ins Freibad zu gehen ist ebenfalls unmöglich, so etwas geht nur noch wochentags am frühen Morgen. Am Wochenende oder nachmittags kann man es vergessen, da wird man seines Lebens nicht mehr froh, ist also nur etwas für den Urlaub. Ich erwäge, falls ich denn irgendwann Urlaub habe und es weiter sehr heiß ist, meinen Tag-Nachtrhythmus so umzustellen, daß ich die Nacht bis früh um 8 Uhr durchmache, ins Freibad gehe, dort bis mittags bleibe, mich dann aus dem Staub mache, wenn es voll wird, und meine Nachtruhe von 14 bis 24 Uhr halte. Vor Mitternacht ist der Schlaf eh der gesündeste.

PS: Ich würde so gerne vom Meer träumen.

Traumsplitter

In einer Stadt mit mittelalterlichen Mauern und Türmen. Im Traum halte ich es für Bernau bei Berlin aber eigentlich ist diese Stadt viel größer und die Mauern höher. Wie riesige Bollwerke ragen sie in den Abendhimmel. Ich wohne dort für ein paar Tage bei K., wobei mir auffällt, daß er unkontrolliert beginnt zu zittern, wenn er nicht die Kontrolle über alles hat. Während ich auf seine Hände schaue, fällt mir auch auf, wie alt diese aussehen, obwohl er sogar noch jünger ist als ich, knapp über dreißig. In der Stadt unterwegs fliegt einer meiner Schuhe plötzlich im hohen Bogen über einen relativ hohen Zaun. Mir gelingt es erstaunlich leicht, mich auf den Zaun zu stemmen und dann auf die andere Seite zu klettern. Dort bemerke ich, daß ich mich nun in einer Art Käfig befinde, kaum zwei Quadratmeter groß und für einen Moment weiß ich nicht mehr, wie ich mit dem Schuh in der Hand wieder hinausklettern soll. Aber rechtzeitig fällt mir ein, den Schuh einfach erneut über den Zaun zu werfen und hinterher zu klettern.

Während ich beim Aufräumen meines sehr großen Kleiderschrankes bin, bekommt mein Vater Besuch von einem älteren Herrn, an den ich verkauft verheiratet werden soll. Ich werde vorgeführt, und da dieser ältere Herr auch meinen Kleiderschrank mitheiratet, zeigt mein Vater ihm diesen ebenfalls mit allem, was darin hängt. Einen Bügel mit goldbedrucktem Kleid zieht er heraus, um es zu präsentieren, aber dem älteren Herrn gefallen die Klamotten nicht. Mißmutig schüttelt er den Kopf. Ich werde wohl neue benötigen.

Bemerkung: Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen vom Meer zu träumen, nachdem ich noch bis spät in der Nacht von Atlantis gelesen und dabei stets den Geruch einer frischen Brise vom Atlantik in der Nase hatte.
development