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Dienstag, 20. Dezember 2011

Hijo de la luna

Ich habe irgendwo ein kleines Web2.0-Spiel gefunden, das ich auch spielen will. Dazu stellt man iTunes, WinAmp, Media Player, mp3-Player, o.ä. auf “shuffle”, bzw. “zufällige Reihenfolge" und läßt für jede Frage ein Lied abspielen. Der Titel des zufällig ausgewählten Songs ist die Antwort auf die Frage:

1.Wie geht es dir?
O Holy Night
2.Wie würdest du dich selbst beschreiben?
Santa Rosa
3.Wie muss eine Frau (ein Mann) für dich sein?
Fertig
4.Bist du Okay?
Motorbiking
5.Was ist der Sinn deines Lebens?
Inside Out
6.Was ist dein Motto?
A View to a Kill
7.Was denken deine Freunde über dich?
Women of Ireland
8.Was denken deine Eltern über dich?
River of no Return
9.An was denkst du oft?
When do I get to sing my way
10.Was denkst du über deinen ersten Kuss?
Living on my own
11.Was denkst du über deinen besten Freund?
So in love
12.Was ist deine Lebensgeschichte?
Für ein paar Dollar mehr
13.Was willst du später mal werden?
The impossible dream
14.Was denkst du,wenn du Leute siehst, die du magst?
For all these years
15.Zu was wirst du bei deiner Hochzeit tanzen?
Die Träume anderer Leute
16.Was ist dein Hobby?
Mystery of tomorrow
17.Vor was hast du am meisten Angst?
An apple a day
18.Was ist dein größtes Geheimnis?
Der Erlkönig
19.Was willst du jetzt in diesem Augenblick?
Radio
20.Was denkst du über deine Freunde?
Super Trouper
21.Welchen Titel wirst du deinem Artikel geben?
Hijo de la luna

Die Antworten finde ich teilweise richtig witzig. Vor allem der Apfel am Tag macht mir wirklich Angst. :-)))

Das Christkind

hat es in diesem Jahr sehr offensichtlich darauf abgesehen, daß ich Weihnachten richtig und mit allem Schnickschnack feiere. Nachdem ich ja letztens darüber sinnierte, daß ich noch ein Strauß Tannengrün bräuchte, und dieses prompt wie für mich hingelegt neben den Mülltonnen fand, überlegte ich heute den ganzen Tag hin und her, ob ich auf den Schrank klettere und die schwere Weihnachtskiste herunterhole oder mich lieber mit der dezenten Adventsdeko und diversen Kerzen zufrieden gebe. Und was geschieht? Ich bringe meinen Müll weg und finde fein säuberlich aufgestellt eine Kiste mit diversem Weihnachtsschmuck. Immerhin eine kleine Packung mit Mini-Christbaumkugeln, die auch gut an einen Strauß passen, und einen weiß glitzernden Lampenstern habe ich mir mitgenommen. Das ist beinahe schon Nötigung.
Eigentlich wollte ich heute noch einen Eintrag über meinen neuen Tanzkurs schreiben, aber ich bin totmüde. Geschenke einpacken ist anstrengend.

Geschenke

Montag, 19. Dezember 2011

Beschädigter Balkon

Ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft für Betreutes Wohnen, das meines ist. Eines Morgens fällt mir auf, daß der zugehörige Balkon beschädigt ist. Es fehlt die fordere Begrenzung und der Boden hängt gefährlich nach unten, so daß man theoretisch wie auf einer Rutschbahn hinunter schlittern könnte, ohne von einem Gitter aufgehalten zu werden. Zu allem Überfluß stelle ich fest, daß jemand (meine Mutter?) sämtliche Kästen mit gesundem Grün bepflanzt hat, hauptsächlich aus Salaten bestehend. Es ist zwar schön, frischen Salat auf dem Balkon zu haben, doch ich hätte lieber bunte Blumen gepflanzt. Jetzt sind sämtliche Kästen schon voll. Aber wenn ich wegen Lebensgefahr sowieso nicht auf den Balkon kann, sollte ich mich nicht zu viel darüber ärgern. Stattdessen beschließe ich, den Schaden an den Vermieter zu melden, damit der den Balkon wieder begehbar macht. Das ist zwar eigentlich nicht meine Aufgabe, sondern die der Einrichtung, doch die kümmert es nicht und da ich vorher in einer Wohnung lebte, weiß ich ja, wie das geht.

Auf der Suche

bin ich gerade nach unkonventionellen Tanzkursen, also nicht Gesellschaftstanz o.ä., sondern Tanztherapien oder folkloristischen Tanzgruppen, in denen man sich auch als unbewegliche Niete Anfänger wohl fühlen kann, wenn man einfach keine Lust mehr auf unspaßige Körperertüchtigung hat (wozu eigentlich fast alles gehört, angefangen mit Joggen, Fitnessgeräten, Wirbelsäulengymnastik und dieses ganze öde Zeug). Am idealsten wäre vielleicht so eine Art Urtanz, wo man nach Herzenslust trampeln und stampfen kann, ohne unangenehm aufzufallen. Wenn man sich so durch die Angebote wühlt, findet man tatsächlich recht kuriose und interessante Sachen. Nur leider in meiner Umgebung sind die ziemlich rar gesät.
Da gibt es z.B. "Wirbelsäulengymnastik mit orientalischem und indischem Tanz", hört sich schon mal ein bißchen spannender an, ist aber irgendwo jwd (In Rixdorf ist Musike, Musike, Musike....) oder
"Tanz einen Tag in Deinem Leben" - "Du liegst im Bett, der Wecker klingelt, Du stehst auf, gehst ins Bad, in die Küche zum Frühstück, dann zur Schule und irgendwann wieder ins Bett. Ein ganz normaler Tag in Deinem Leben soll durch Tanz, Improvisation, Bewegung und Pantomime spielerisch erarbeitet und dargestellt werden."
Leider aber nur für Kinder, dabei würde mir sofort etwas einfallen, wenn ich meinen Tag tanzen sollte. Wieso darf ich keinen Tag tanzen?
Oder "Healing Arts - Zeitgenössischer Tanz trifft Tanztherapie" - "Die Körperbewegung so gut zu kennen, dass es ein Leichtes ist, auf der Bühne in die volle Präsenz zu gehen, ist eines der großen Ziele heutiger tänzerischer Bühnenarbeit. Tanztherapie verfügt hier über fundierte Kenntnisse und langjährige Erfahrung. In diesem Kurs werden Methoden aus der Tanztherapie genutzt, um sich der Körperlichkeit des Tanzes zu nähern und so in Kontakt mit dem "kreativen Unbewussten" zu kommen." (natürlich auch jwd).
Und ""Sich im Ungeborgenen geborgen wissen..." Tanzimprovisation - Intensivwoche" - "Wir wollen uns ernsthaft dem Spielen widmen und der Spontaneität freien Lauf lassen." Gut, nur leider zu weit weg. Meine nähere und weitere Umgebung scheint beinahe tanzfrei zu sein. Schade.

Samstag, 17. Dezember 2011

Liebe ist...

wenn man trotz voller Einkaufstaschen noch eine große Tüte Erdnüsse für die Meisen nach Hause schleppt. Schließlich haben sie die ja bestellt und Meisenknödel lassen sie links liegen, wenn sie Erdnüsse bekommen können. Die Folge ist, daß ich jetzt immer, wenn die Erdnüsse im Häuschen weggefuttert sind, am frühen Morgen von einem metallischen Klopfen geweckt werde. Drei Tage lang konnte ich nicht feststellen, woher das kommt, weil nichts auf dem Balkon zu entdecken war. Am vierten Tag kam ich auf die Idee mal nach oben zu schauen. Anscheinend lieben sie auch meine Turnstange. Nun ja, ich kann mich jetzt sowieso nicht mehr dranhängen...

Meisenbesuch

Seit ich immer mit einer Manteltasche voller Erdnüsse aus dem Haus gehe, treffe ich allerdings nicht ein einziges Eichhörnchen. Gerade denke ich so, durch den laubberaubten Wald schlendernd: "Blöde Eichhörnchen! Die lassen sich überhaupt nicht blicken.", als ich überfallartig von einem Specht erschreckt wurde, den ich wohl an seinem Stammbaum aufstörte. Es ist aber nicht sicher, wer den größeren Schreck bekam.

Flüchtender Specht

Die Bienen dagegen schlafen jetzt vermutlich, während sich noch eine letzte Wespe auf dem Balkon an den immergrünen Ginsterstrauch klammert.

Bienenquartier

Späte Wespe

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Allein in Budapest

Ich warte. Auf die anderen. Auf einem großen Platz. Ich warte vor einem spezellen (Gothic?)-Kaufhaus mit einem großen Werbegesicht an der Fassade. Um mich herum strömt das Leben, Menschen die das Kaufhaus verlassen. Einem Pärchen stehe ich im Weg, dessen Hände sich, wenn auch widerwillig, trennen, um an mir vorbeizukommen. Ein Mann mit deformiertem Kopf fährt als Tombola-Gewinn das Fahrrad einer Kundin fort. In Gedanken ziehe ich das Fazit, daß ich die ganze Zeit während dieses Kurzurlaubs nichts anderes getan habe, als irgendwo zu warten. Allein in Budapest. Doch immerhin gibt mir dieser Standort hier ein gewisses Gefühl von Sicherheit und Eingebundensein.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Bildversteck

Das Fenster der Toilette im Keller ist sehr klein und quadratisch, neben der ausladenden Treppe eines großen öffentlichen Gebäudes gelegen. Ich hocke davor und erinnere mich an die vielen Male, die ich mich durch diese enge Öffnung gezwängt habe, um in das Gebäude zu schlüpfen. So kann ich die große Treppe und den Pförtner umgehen. Auch jetzt will ich eigentlich wieder hindurchschlüpfen, aber mir kommen Bedenken. Schließlich habe ich zugelegt, was ist, wenn ich stecken bleibe? Innen versperrt die offen stehende Tür einer Toilettenzelle die Sicht, welche sich aber langsam in Richtung Türrahmen bewegt, und ich kann nun erkennen, daß die Tür zur Sanitäreinrichtung ebenfalls einen Spalt offen steht. Was ist, wenn mich jemand entdeckt, gerade wenn ich mitten im Fenster stecke? Das wäre sehr peinlich. Ich entschließe mich nun doch, die Treppe zu benutzen, lasse aber aus unerklärlichen Gründen meine hellbraunen Halbschuhe unten am Treppenansatz stehen. Erst als ich schon kurz vor der Pförtnerloge angekommen bin, fällt mir ein, daß ich schlecht ohne Schuhe in das Haus gehen kann und mache kehrt, um diese wieder anzuziehen. Dabei bleibe ich im Vorübergehen mit dem kleinen Finger in der Manteltasche eines Mannes hängen. Schnell enthake ich ihn wieder und entschuldige mich. Hoffentlich denkt er jetzt nicht, ich wollte klauen. Im Haus habe ich eine Toilette benutzt, stehe am Waschbecken und mache kehrt, um zu gehen. Ein altes, grauhaariges Ehepaar ist mit mir im Raum und die Frau fragt mich streng, ob ich mir die Hände gewaschen hätte. Zwar stand ich gerade am Waschbecken und gehe deshalb davon aus, daß ich es tat, jedoch muß dies so unbewußt gewesen sein, daß ich mich kaum erinnern kann. Ich antworte deshalb, daß ich es vergessen hätte und wasche sie mir noch einmal und ganz bewußt mit zwei gelben Seifenwürfeln. Die Frau tadelt mich wegen meines Versäumnisses, aber ich antworte nichts darauf. In einer anderen Ecke des Zimmers fällt mir plötzlich auf, daß ein leerer Kinderwagen, der mitten im Zimmer stand, sich beginnt, von alleine fortzubewegen. Erst denke ich, daß unten an das Gestell eine Schnur zum Ziehen gebunden wurde, aber auch, als ich mir den Hals ausrenke, kann ich nichts erkennen. Der Kinderwagen fährt links in den Korridor hinein und verschwindet in einem anderen Zimmer. Verwundert rufend zeige ich ihm hinterher. Das grauhaarige Ehepaar zeigt mir nun vier Bilder. Sie sagen, daß ein Geist hinter mir her sei und ich mich in einem der Bilder verstecken soll. Eines bildet eine Kuh auf einem Weg ab, ein anderes eine Menschenmenge. So eine Menschenmenge ist wahrscheinlich am besten geeignet, um sich zu verstecken, aber wie ich in solch ein Bild hineinkommen soll, ist mir ein Rätsel. Doch kaum habe ich das gedacht, bin ich bereits von einer Menschentraube umgeben, unter ihnen eine Person mit einer aufgeschlagenen Zeitung. Die Bilder der Zeitung verändern sich zu dem Schwarzweißbild einer Frau, welche Hut, Frisur und Kleidung aus den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts trägt. Sofort weiß ich, daß der Geist mich gefunden hat, es ist der Geist dieser Frau. Ich flüchte aus der Menschentraube in den großen Saal, in welchem an allen Wänden Gemälde hängen. Auch hier zeigt sich in einem Bild diese Frau, so daß ich durch die Saaltür flüchte und wieder in einem Raum mit Gemälden an den Wänden lande. Erneut ist die Frau in einem der Bilder zu erkennen, es ist, als sei sie immer schon vor mir da und als wüßte sie genau, wo ich mich aufhalte. Ich flüchte in ein drittes Zimmer, welches an den Wänden mit Holz verkleidet ist und mit einem repräsentativen, antiken Schreibtisch ausgestattet. Hier sind ebenfalls alte Gemälde über die ganze Fläche der Wände verteilt aufgehängt worden und sofort erkenne ich sie wieder in einem Bild hinter dem Schreibtisch. Während ich mit dem Finger auf das Bild deute, verwandelt sich das Gemälde und wird zum Portrait eines Säuglings. Eine Stimme neben mir merkt an, wenn ich schon im Büro des Bürgermeisters sei, solle ich jetzt sagen, was ich auf dem Herzen habe. Büro des Bürgermeisters, hm....was soll ich erzählen? Daß ich vom Geist einer Frau aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts verfolgt werde, der sich in immer anderen Bildern zeigt und sich darin verwandelt? Hm, hm....

Sonntag, 11. Dezember 2011

Die gefährliche Spannung,

unter der ich mich gerade befinde, zeigt sich bis in meine Haarspitzen hinein. Seit Monaten stehen mir meine Haare zu Berge, ganz wörtlich gesehen, senkrecht nach oben. Inzwischen, ich habe nachgemessen, haben sie eine Länge von knapp 9 cm und stehen immer noch. Ich sehe aus, als hätte ich in die Steckdose gegriffen und so fühle ich mich auch. Sollten die Haare nach den nächsten 10 cm weiterhin senkrecht stehen, habe ich ein ernsthaftes Problem.

Samstag, 10. Dezember 2011

Tänzerin auf dem Vulkan

müßte das Blog zur Zeit richtiger heißen und der Vulkan bin ich selbst. In mir brodelt, dampft und grollt es, vielleicht dank des Pluto-Quadrats zu meinem Uranus. Das, was mich in den letzten Jahren nur traurig gemacht oder enttäuscht hat, macht mich nun wütend, richtig wütend - und es fühlt sich irgendwie gesund an. Es scheint fast, als wären das die auferstandenen Lebensgeister, die vorher viel zu erschöpft waren, um sich noch zu regen. Andererseits fürchte ich wirklich, daß ich, sollte ich plötzlich ausbrechen, alles um mich herum einschließlich meiner selbst in Schutt und Asche lege. Die Vorstellung ist irgendwie belustigend, daß diese katastrophenartigen Stimmungsschwankungen alleine der hormonellen Reizbarkeit aufgrund der Anti-Hormon-Therapie zu schulden sind. Mich würde interessieren, ob es bereits ernsthafte wissenschaftliche Untersuchungen über etwaige Häufungen von Kapitalverbrechen, Brandstiftungen, Geiselnahmen, Terroranschlägen und Scheidungsraten unter Einnahme von Tamoxifen gibt. Auf Dauer ist dieses Brodeln aber ziemlich anstrengend, da scheint die Taktik der verbrannten Erde fast verlockend - kurz, effektiv und befriedigend.
Obwohl ich kaum belastbar bin und mein Leben sowie meine mühsam eingehaltene Regelmäßigkeit beim Essen bei mehr als drei Terminen pro Woche bereits im Chaos versinkt, fühle ich mich auf eine spezielle Art stark. Es ist die Art von Stärke, welche die Redewendung "was uns nicht umbringt, macht uns stark" beinhaltet. Schließlich war besonders das vergangene Jahr wie eine extreme Konfrontationstherapie mit fast allem, das mir Angst macht. Beinahe möchte ich übermütig werden und dem Schicksal entgegenrufen: "Na komm - war das schon alles? Hast du nicht noch mehr Steine und Herausforderungen für mich? Mich kriegst du nicht klein!", aber natürlich meine ich das nicht wirklich so. Schließlich wird das Schicksal von ganz alleine darauf kommen, da muß ich es nicht noch extra auffordern. Allerdings hätte ich zur Abwechslung gerne einmal ein paar andere Herausforderungen als immer nur Krankheiten. Wie man auf nachfolgendem Foto sieht, früh übt sich, was ein tüchtiger Patient oder ein tüchtiger Arzt werden will. Ich bin natürlich der Patient, war ja nicht anders zu erwarten.

Doktorspiele

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Friedenstaube?

Ich erwache in meinem Bett. Miauen dringt an mein Ohr. Die Katze schleicht durch das Zimmer und benimmt sich ziemlich ungezogen und mißgelaunt. Fast aggressiv scheint sie mich provozieren zu wollen. "Katze!" rufe ich gebieterisch, "Katze!", dann stehe ich auf und gehe zur Balkontür. Durch die noch zugezogenen Vorhänge fällt ein leuchtendes Lichtquadrat. Dahinter taucht plötzlich der furchterregende Schattenriss eines riesigen Vogels auf - spitzer Schnabel und ein Knäuel von Flügeln und Hälsen. Die Form erinnert an das Haupt der Medusa oder an den mythischen Vogel Phönix. Auf den Fußboden gekauert beobachte ich hinter der Tür diesen unheimlichen Schatten. Er macht sich auf meinem Balkon zu schaffen und fliegt wieder fort. Als ich, nun mutig geworden, auf den Balkon hinaustrete, fällt mir auf, daß der Vogel einen alten Blumentopf mit vertrockneten Pflanzenresten mitgenommen und dafür ein kleines Olivenbäumchen zurückgelassen hat. Er hat es aber nicht nur zurückgelassen, sondern sogar in einen Steinguttopf eingepflanzt. Das Grün des Bäumchens ist dunkel, gesund und glänzend. Jetzt wird mir auch klar, warum der Schatten des Vogels so furchteinflößend aussah - es war das Olivenbäumchen, das er mit sich trug und welches mit dem Vogelschatten zu jener monströsen Kreatur verschmolz.

Schneckenhaus

Schneckenhaus
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Mittwoch, 7. Dezember 2011

Kartoffelessen mit Herrn Schneck

Es ist nicht genau auszumachen, ob sich die kulinarische Räumlichkeit, in welcher ich Herrn Schneck gegenüber an einem rustikalen, rechteckigen Holztisch sitze, drinnen oder draußen befindet. Uns wurde bereits das Essen serviert. Auf meinem Teller liegen ein Häuflein Bratkartoffeln und daneben ein Häuflein Salzkartoffeln, sonst gar nichts. Herr Schneck dagegen ißt lediglich einen großen Berg Salzkartoffeln. Man unterhält sich entspannt, stochert in den Kartoffeln, als ein ungewöhnliches Vorkommnis im Lokal das Gespräch auf französische Bestatter lenkt. Ich bemerke dazu, daß unter dieser Gruppierung Patriotismus eine große Rolle spielt. Ja, denke ich bei mir selbst überzeugt, Franzosen und Patriotismus sind nicht voneinander zu trennen. Schneck stimmt mir zu und erklärt mir jetzt unerwarteterweise, ich sollte ein französischer Bestatter werden. Hm, ich und Bestatter? Wie kommt er darauf? Bestatter war bisher ein Beruf, den ich nicht einmal im entferntesten für mich in Erwägung gezogen habe. War ich da vielleicht zu voreilig oder habe ich etwas übersehen? Während ich noch über die Bedeutung dieser Aussage mutmaße, probiere ich das erste Mal die Salzkartoffeln. Sie schmecken absolut eklig, eigentlich nach gar nichts, wie Mehlklumpen. Die Bratkartoffeln dagegen haben bisher sehr gut geschmeckt. Neugierig beobachte ich Schneck beim Essen, aber er scheint nichts zu bemerken und haut tüchtig rein. Nun ja, ich bleibe doch lieber bei den Bratkartoffeln.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Atomare Kekse

Auf der Suche nach ansehnlichen Vorratsdosen zwecks Komplettierung meines Weihnachtswunschzettels stieß ich auf diese formschöne Atommülltonne mit Blinklicht und Alarmsirene zur Aufbewahrung von Keksen:



"Sollte der rechtmäßige Besitzer der Kekse oder sonstigen Inhalts in der Nähe sein, ist er gewarnt und kann den Dieb auf frischer Tat ertappen. Eine originelle und effektive Art, deine Kekse oder was sonst dir lieb und teuer ist, zu schützen und zu bewachen."

So steht es in der Beschreibung, aber ich finde, dies ist auch eine tolle Möglichkeit, die Kekse vor dem Eigentümer selbst zu beschützen. Sollen die Kekse dagegen vor anderen Langfingern beschützt werden, fehlt der Dose ein wichtiges Detail um perfekt zu sein, nämlich die Möglichkeit zur Deaktivierung des Alarms mittels Pincode. Hätte die Dose solch eine Funktion, wäre sie bestens als Büro-Grundausstattung geeignet.
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