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Sonntag, 5. Februar 2006

Ulysses - ein Selbstversuch mit Folgen oder die Kunst, einen Berg zu besteigen - Tag 13 - Seite 464-521

Sehr amüsante Art, Geschichte satirisch zu erleben. Eine Baumhochzeit, das Kriegsmarine-Glaubensbekenntnis, Queen Victoria und ihr größtes Laster, der indianische Staatsbesuch, wie man zum Apostel wird und von den Gefahren, denen man als Apostel der Liebe ausgesetzt ist, eine Keksdose, die ein Erdbeben auslöst und die anschließende Himmelfahrt des geheiligten Bloom.

Sie glauben an Stock den Marterer, den allmächtigen, Schöpfer der Höllen auf Erden, und an Jan Maat, seinen angebundenen Sohn, unsern Hörigen, der empfangen ist von geilem Gespreiz, geboren von der Hundsau Marine, gelitten unter Peng uff die Latte, das Kreuz ihm zerdroschen und voll Narben, niedergefallen mit Brüllen, am dritten Tage wieder auferstanden von der Koje, auf in die Wanten zu klimmen, schwitzend als Knecht des Stockes, der allrächenden Marter, von wannen ihm frommen wird nichts mehr, lebendig wie im Tode.

Tagesfazit: Köstlich. Möge dein Schatten niemals kürzer werden.

Hirnhälftendominanz-Test mit Link zu kostenlosen Ebooks

Der Ganzhirn-Typ (der Ausgeglichene)
Der Ganzhirn-Typ ist zumeist unauffällig bescheiden. Ihm gehen die extremeren Ausprägungen, die hervortretenden charakteristischen Eigenschaften der starken Hirnhälften-Betonung ab. Er ist kreativ, denn Kreativität entsteht immer beim Einsatz aller geistigen Möglichkeiten, logisches Denken also Linkshirnaktivität, aber auch Visionen und räumliches Denken also rechtshirnaktiviert sind nötig. Weil diese Fähigkeiten in einem untrainierten Menschen harmonisch ausgeprägt sind, ist es unumgänglich verschiedene Hirntypen für Projektgruppen auszuwählen. Immer mehr Firmen machen sich diese Erkenntnis zu Nutzen. Durch das Lesen dieses Buches wird den meisten schon klar, welche der beiden Hirnhälften er dominant verwendet.

Die Inhalte sind entnommen aus dem Kurzbuch: PcE-MindMorphing System™, die Wurzeln unseres Verhaltens, IPN-Eigenverlag. Das Kurzbuch ist gratis, Sie können es von www.ipn.at downloaden.

Hier geht's zum Test

Ulysses - ein Selbstversuch mit Folgen oder die Kunst, einen Berg zu besteigen - Tag 12 - Seite 419-463

Ab der Geisterbeschwörung und dem Hinrichtungsbericht wird es wieder interessanter und vor allem auch ulkig. Habe mich diesmal erneut köstlich amüsiert.

Sämtliche Damen im Publikum wurden mit einem geschmackvollen Andenken an das Ereignis in Gestalt einer Brosche beschenkt, welche einen Totenkopf mit gekreuzten Knochen zeigte, ein passender und großzügiger Akt, der einen frischen Gefühlsausbruch hervorrief.....
Tagesfazit: Abgefahren

Samstag, 4. Februar 2006

Testmarathon

Denksporttest
Sie haben 23 von 30 Fragen richtig beantwortet!

Herzlichen Glückwunsch! Ihr Ergebnis liegt im 91. Perzentil. Das bedeutet, dass von 100 Tickle Mitgliedern, die diesen Test mit Ihnen gemacht haben, 90 Prozent schlechter abgeschnitten haben als Sie (im Durchschnitt).

Bei der weiteren Analyse Ihrer Testergebnisse haben wir zudem herausgefunden, dass Ihr sprachlich-mathematisches Verständnis besser ausgeprägt ist als das der meisten anderen Kandidaten. Dieses Resultat weist auf außergewöhnlich hohe Fähigkeiten in der Erkennung numerischer Zusammenhänge in Wort und Schrift sowie damit verbundener Problemstellungen hin. Ihre Kompetenz ist besonders überragend in der Umsetzung von Worten in Zahlen. Dies ist äußerst hilfreich bei der Bewältigung ganz alltäglicher Probleme. Wenn eine Lösung zu einer eher vagen Angelegenheit ausdiskutiert wird, so gelangen Sie eher als andere zu einer eindeutigen Antwort, auch wenn irrelevante Details dies erschweren.

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Karrieretest

Ihr Karrierepersönlichkeitstyp lautet: IHFW.

Sie sind ausgeglichen und messen sowohl Ihrem Arbeits- als auch Ihrem Privatleben gleich viel Bedeutung bei. Sie bemühen sich, ein bestimmtes kulturelles Niveau in Ihrem Leben beizubehalten und würden deswegen niemals eine interessante Arbeit für eine andere aufgeben, nur weil diese besser bezahlt wäre. Sie haben viel Energie und können sich rasend schnell an neue Situationen anpassen, deswegen suchen Sie auch stets nach Arbeit, die abwechslungsreich ist. Sie lieben Arbeit, die Ihnen direkten Umgang mit Menschen verschafft, die Ihre Hilfe brauchen, egal in was für einer Form. Sie ziehen es vor, den Moment zu genießen und wissen zu schätzen, was das Leben jetzt zu bieten hat. Die Zukunft ist ungewiss und interessiert Sie nicht so sehr, wie das Jetzt. Sie sind sich Ihrer Fähigkeit bewusst, sich allem anpassen zu können, egal was auch kommen mag. Daher sehen Sie der Zukunft gelassen entgegen.

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Berufstest
Ihre beruflichen Stärken: Kreativ und Analytisch!

Viele Menschen halten Sie für einen Visionär, der über den Tellerrand blickt und ungewöhnliche Ideen entwickelt. Sie sind nicht unbedingt kreativ im künstlerischen Sinne, sondern eher aufgrund Ihrer Fähigkeit, neue Ansätze und Lösungen zu alten Problemen zu liefern. Manchmal kommt es vor, dass Ihre Kollegen Ihre unternehmerische Fantasie und Ihre großartigen Talente nicht gleich erkennen.

Vielleicht beneiden sie Sie sogar insgeheim oder halten Ihre Ideen für zu unkonventionell. Gegen den Strom zu schwimmen ist eben nicht jedermanns Sache! Die Menschen finden es manchmal schwer, Sie einzuordnen. Deshalb brauchen Sie mehr als alle anderen ein Job, in dem Sie Ihre Stärken ausspielen, sich von der Masse abheben und mit Ihren Ideen brillieren können.

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Lektüretest
Mit interessanten Sachbüchern sind Sie immer top informiert!

Es sieht ganz so aus, als hätten Sie in letzter Zeit genug mitreißende Romane verschlungen (oder Aufregendes erlebt) und sehnten sich nun nach etwas nüchterner Lektüre. Warum auch nicht? Der Herbst ist die ideale Jahreszeit, um sich mit einem tollen Ratgeber zurück zu ziehen und sich weiter zu bilden oder neue, interessante Dinge zu lernen. Möchten Sie auf Ihrem nächsten Fest von jedermann um Ihre raffinierten Hors d'œvres beneidet werden? Wollten Sie nicht schon immer mal wissen, wie Sie Ihr Leben vereinfachen können oder wie Sie Ihre Zeit am sinnvollsten nutzen können? Dann sind Sie beim Sachbuch genau richtig!

Wir empfehlen Ihnen Heute beginnt der Rest Deines Lebens von Stefan Boëthius und Hansruedi Zellweger.

Im Moment verspüre ich tatsächlich wieder ein stärkeres Bedürfnis nach Sachbüchern, die ich ja sowieso sehr viel lieber und öfter lese. An mitreißenden Romanen kann das aber wohl nicht liegen.

Zum Lektüretest

...

Die Zeit schrumpft alles, man muss ihr nur genug Zeit lassen.
(von mir)

...

Der Glaube kommt aus dem Herzen. Die Vernunft muß ihn festigen. Glaube und Vernunft sind nicht Gegenkräfte, wie manche Leute meinen. Je tiefer der Glaube ist, um so mehr schärft er die Vernunft. Wenn der Glaube blind wird, stirbt er.
(Mahatma Gandhi (1869-1948), ind. Rechtsanwalt, Führer d. ind. Befreiungsbewegung)

Freitag, 3. Februar 2006

Eigentlich....

wollte ich nur meinen 1&1-DSL-Vertrag kündigen. Eigentlich. Inzwischen habe ich mich im mehr als unübersichtlichen Servicemenü durch hunderte von Seiten geklickt, in denen man mich ausfragte, warum, weshalb, wieso und mich aufforderte mir doch die tollen Angebote anzuschauen und nicht zu gehen. Endlich auf die letzte Seite gelangt, war ich aber noch lange nicht fertig. Ich erhielt nur einen Authentifizierungs-Code, welchen ich an einer bestimmten Telefonnummer durchgeben soll. Doch auch das ist noch nicht alles, denn danach erhalte ich erstmal ein Formular, auf welchem ich die Kündigung schriftlich bestätigen und das ich an eine Faxnummer faxen soll.
Haben die noch alle Tassen im Schrank? Aber nach einer Faxnummer oder einer Adresse, an die ich eine stinknormale Kündigung schicken kann, suche ich natürlich vergeblich, denn diese Faxnummer ist streng geheim und wird nur nach einem sinnlosen Mail- und Telefonmarathon ausgeliefert. Mir tut es fast schon leid, dass ich als Kündigungsgrund einen günstigeren Tarif angegeben habe. Inzwischen tendiere ich mehr zu Support- und Service-Missgefallen, zumal ich auch schon einige andere "nette" Erlebnisse mit dem, was sich Service nennt, hatte.

Donnerstag, 2. Februar 2006

Traue niemandem, vor allem nicht der Wikipedia

Die Wikipedia ist eine offene Enzyklopädie im Internet, in der jeder sein Wissen einbringen und Artikel schreiben oder ändern darf. Wie ich gerade in einem Fernsehbericht erfahren musste, wurde dies von US-Abgeordneten missbraucht, um ihre eigenen Biographien zu schönen oder andere Abgeordnete in deren Biographien anzuschwärzen. Dafür wurden sogar Praktikanten beschäftigt. Nun ja, ich glaube, was amerikanische Politiker können, können deutsche Politiker schon lange. Auch Einträge zu historischen Ereignissen wurden bereits in Hinblick auf politische Richtungen "gefälscht".

Warum überrascht mich das aber nun irgendwie überhaupt nicht? Ehrlich gesagt habe ich mir stets, wenn ich die Wikipedia besuchte, schon sowas in der Art gedacht. Deshalb bin ich auch entsprechend vorsichtig mit den Informationen umgegangen, denn ich fragte mich immer "Wer kontrolliert eigentlich, ob das auch stimmt, was hier steht?" und "Kann man auch sicher sein, dass es immer und rechtzeitig jemandem auffällt, wenn etwas nicht korrekt ist?"

Nun gibt es ja diverse Themen, bei denen es eine absolute Wahrheit nicht gibt. Gerade auch bei den politisch so interessanten historischen Themen vermengen sich überlieferte Fakten oft mit auf ihnen aufgebauten Thesen, die entweder mehr oder weniger oder auch gar nicht gesellschaftlich anerkannt sind. Das Gefährliche sind jedoch nicht Thesen an sich, sondern nur eine Verfahrensweise, bei welcher diese nicht als solche gekennzeichnet werden, sondern als vorgegebene und selbstverständliche Wahrheit dargestellt werden. Eine Verfahrensweise, die mir im übrigen aus meinen Schulbüchern nur allzu gut bekannt ist. Und eine Verfahrensweise, welche gerne völlig unwissentlich von Unwissenden angewendet wird, denen man noch nicht einmal ein Vorwurf deshalb machen kann, weil sie glauben etwas zu wissen, was ihnen eingetrichtert wurde, dass sie es wissen. Das Internet bietet nur ein paar Mausklicks entfernt eine Informationsfülle, von der man früher nur träumen konnte oder für die man durch die Bibliotheken sämtlicher Länder pilgern musste. Doch mit der Fülle wächst auch das Chaos - also seid wachsam und wehret den Anfängen jeder Gehirnokkupation! ;o)

...

Eisiger Wind hatte den tropfenden Tau alten Schnees zu bizarren Formen gefrieren lassen. Buchstaben und Schneeflocken tanzen vor meinen Augen. Das Bahnhofsdach. Ein leises Beben unter meinen Füßen. Es zieht sich hinauf bis in den Magen. Leicht nur, unmerklich. Schwankender Boden. Der Zug kann nicht mehr fern sein. Langsam kommt das Ungetüm gekrochen. Aber es schnauft nicht, nein. Das Zeitalter der Drachen ist vorüber. Widerstrebend hält das gestreifte Untier an. Eine Luke öffnet sich. Zwei Augen richten sich spitzbübisch auf mich herab. Der Zugbegleiter. So nennen sie sich wohl heute.
„Da denkt man, man hat Feierabend, und dann so was!“
Ich grinse höflich und beschließe, diese Bemerkung keinesfalls als eine Ausladung zu betrachten. Nur hereinspaziert. Enge Zugluft. Kabinenmief. Schnell bugsiere ich den Koffer auf eine der Ablagen über meinem Kopf. Rotäugig grüsst die untergehende Sonne durch die verschlossenen Fenster. Stille Freude kribbelt in meinen Adern. Dies eine vertraute Gesicht begegnet mir stets auf das neue, überall, egal wo ich bin. Heimat.
Der Zug setzt sich schweigsam in Bewegung. Ein Geisterzug. Gibt es das? Wie Geisterschiffe nur toter. Heimlich ziehe ich die Sonne hinter mir her. Ein Papierdrachen. Die Leine lang lassen.
Konturen verschwinden. Luft kräuselt sich in lautlosen Wellen. Hunderte Kilometer entfernt schwappt ein Zweig auf grünem Wasser. Ein Kind warf ihn hinein. Rannte fort durch den Sand, zu den krummen Tannen, sturmgebeugt.
„Warst du wieder am Strand?“ fragt die Mutter. Das Kind nickt. Herzensschwer. Spürt die Kindheit gehen. Eine Ahnung von Leid. Heißer Kakao kriecht dampfend in die Luft. Was bleibt sind die Klänge, sind die Gerüche, sind die Farben. Alles übrige ändert sich.
Ein Mann, jung und blondhaarig, auf der anderen Seite des Ganges. Vertrauter Fremder mit gleichem Ziel. Lehnt mit bequemer Lässigkeit in seinen Sitz und liest.
Schwarzer Dampf, schnaubend. Verweinte Frauen halten sich am Taschentuch fest. Männer ziehen in den Krieg. euphorisches Schlachtvieh. Der Sieg ist unser. Die richtigen Worte und der Massenwahnsinn nimmt seinen Lauf. Solche wissen, wie man mit Emotionen spielt. Alle Regierenden wissen das. Willige Herden. Mähääää!
Ich drücke mich tiefer in den verbrecherisch unbequemen Luxussitz. Würde mich gerne unterhalten jetzt. Woher des Weges? Wie war der Aufenthalt? Unverhoffte Muße. Willkommene Langeweile. Kostbare Antiquität aus früheren Zeiten.
Das Kind pustet in den heißen Kakao. Nichts zu tun mehr heute. Das Leben ist lang.

Mittwoch, 1. Februar 2006

Ich habe keine Ahnung, warum mir Bayer immer wieder per Mail....

....Einladungen zu Befragungen zum Thema Potenzstörungen schickt. Vor allem sind es stets genau dieselben Fragen. Aber wenn ich dafür evtl. eine CD von Robbie gewinnen kann, dann beantworte ich die doch gerne:

Wir hätten da eine Frage. Und Ihre Antwort wird belohnt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit einiger Zeit versorgen wir Sie regelmäßig mit aktuellen Themen und wissenswerten News rund um das Thema Männergesundheit und Potenzstörungen.
Heute möchten wir Sie um ein paar Informationen bitten. Dazu müssen Sie lediglich die folgenden 4 Fragen beantworten und zurück senden.
Einsendeschluss ist der 15.02.2006.
Unter allen Einsendern verlosen wir 100 mal die neue Robbie Williams CD „Intensive Care“.

Vielen Dank,
Bayer Vital GmbH


Haben Sie wegen Potenzstörungen in der Vergangenheit bereits einen Arzt aufgesucht?

Ähm, nein.

Falls Sie bisher keinen Arzt aufgesucht haben, hatten Sie sicherlich bestimmte Gründe dafür. Welche waren das insbesondere?
Ja, genau. Ich habe nämlich gar keine.

Planen Sie in Zukunft wegen Potenzstörungen den Arzt aufzusuchen?
Weiß nicht. Man soll niemals nie sagen.

Welche Altergruppe sind Sie?
Wie gehabt.

Für Robbie tue ich doch alles.

Bestandsaufnahme - Dinge, die ich schon getan oder erlebt habe (in fett)

1. Einen One-Night-Stand gehabt
2. Für Sex bezahlt oder bezahlt worden
3. Sich über das Internet verliebt
4. Einen luziden Traum gehabt
5. Den nackten Hintern fotokopiert
6. Heimlich im Schwimmbad nackt gebadet
7. Einen Striptease vorgeführt
8. "Ich liebe dich" gesagt und so gemeint
9. Candlelight Dinner mit einem lieben Menschen gehabt
10. Ein Buch von Frater V.D. gelesen
11. Geheiratet
12. Ein Haus gekauft
13. Einen Baum gepflanzt
14. Kinder gezeugt
15. Geschieden worden
16. Eine Affäre gehabt
17. Im Regen geküsst
18. Im Regen getanzt
19. Heimlich in der Öffentlichkeit gevögelt
20. Ein Tamagotchi besessen
21. Sich verliebt und das Herz gebrochen bekommen
22. Jemandem das Herz gebrochen
23. Jemanden vergeblich geliebt
24. Jemanden geliebt, den man nicht lieben darf
25. Jemanden über 20 Minuten nonstop geküsst
26. Länger als einen Monat um eine alte Liebe getrauert
27. Hosenträger oder eine Latzhose getragen
28. In einem besetzten Haus übernachtet
29. Blumen von einem Fremden bekommen
30. Auf einer Demonstration von einem Wasserwerfer getroffen worden
31. Von den Eltern auf dem Polizeirevier abgeholt worden
32. Mit Pfeil und Bogen geschossen
33. Auf einem Pferd geritten
34. Mit einem Hundeschlitten gefahren
35. In einen Kampf verwickelt worden, weil man jemandem helfen wollte
36. Die Nacht durchgemacht und den Sonnenaufgang beobachtet
37. Eine Nacht unter freiem Himmel verbracht
38. Mond und Sterne durch ein Teleskop betrachtet
39. Einen Sternschnuppenregen beobachtet
40. Eine Sonnenfinsternis live gesehen
41. Mitternacht am Strand spaziert
42. Ein Tattoo machen lassen
43. Ein Piercing stechen lassen
44. Ein Intimpiercing stechen lassen
45. Eine Schönheits-OP gehabt
46. Im Restaurant zu Fremden gesetzt und mit ihnen gegessen
47. Ein gutes Gespräch mit einem Bettler geführt
48. Drogen genommen
49. Mit Drogen erwischt worden
50. Einen 800-Seiten-Roman gelesen
51. Bei einer TV-Show mitgespielt
52. In einem Film mitgespielt
53. Ein eigenes Buch geschrieben
54. Einen Artikel in einem großen Medium veröffentlicht
55. Auf einem Siegertreppchen gestanden (2. von 2)
56. Das eigene Bild in der Zeitung gesehen
57. Bei irgendeinem Wettbewerb den allerletzten Platz belegt
58. Etwas Wertvolles an einen dir Fremden mit Freuden verschenkt
59. Eine Musik-CD aufgenommen
60. Die CD-Sammlung alphabetisch sortiert
61. Über sechs Stunden lang PS2 gespielt
62. In einem Chor mitgesungen
63. Laut im Auto / Fahrrad / auf der Strasse unterwegs gesungen
64. Entdeckt, dass jemand Dein Blog kennt, der es nicht kennen sollte
65. Einen von dir geschriebenen Artikel auf einer fremden Internetseite vorgefunden
66. Mit Kleidern aus Plastiktüten durch die Stadt gelaufen(Waren allerdings keine Plastiktüten, sondern alte Zeitungen)
67. Ein völlig neues Leben in einer anderen Stadt begonnen
68. In ein anderes Land gezogen dessen Sprache du noch nicht kanntest
69. Die Haarfarbe gewechselt
70. Den Namen gewechselt
71. Das Geschlecht gewechselt
72. Ein Tier selber geschlachtet
73. Einmal bei einer Ernte in der Landwirtschaft geholfen
74. Einen Berg bestiegen

75. Die Nordlichter gesehen
76. Ein Weltreise gemacht
77. Eine Wildwasserfahrt mitgemacht
78. Mit einem Rucksack und zu Fuss herumgereist
79. Den Tampon nicht wieder rausgekriegt (für Jungs: ein anal eingeführtes Sexspielzeug nicht wieder rausgekriegt)
80. Dorthin gereist, wo du schon immer mal hin wolltest
81. (Fallschirm gesprungen) Gleitschirm geflogen
82. Bungee-Jumping gemacht
83. Gläserrücken gemacht
84. Mit einem Heißluftballon gefahren
85. Tauchen gewesen
86. Süchtig nach einer TV-Serie gewesen
87. Bei einer religiösen Zeremonie unangenehm aufgefallen
88. In einem aktiven Kriegsgebiet gewesen
89. Mit einer scharfen Schusswaffe geschossen
90. Auf einem Kreuzfahrtschiff gereist
91. Mehr als eine Fremdsprache gelernt
92. Eine Fahrradtour gemacht
93. Ein Feuer ohne Streichhölzer und Feuerzeug angemacht
94. Die beste Freundin/Freund verloren
95. Im Winter in einem natürlichen Gewässer gebadet
96. Deine Festplatte formatiert ohne dass es Absicht war
97. Jemandem das Leben gerettet
98. Von jemandem ausgenutzt worden ohne es zu merken
99. Zur Starwars Trilogie oder den Episoden nicht ins Kino gegangen

(Liste bei X-chen geklaut )

Dienstag, 31. Januar 2006

...

Rauhreifgeschmückt,
nach innen scheint der Blick,
der Leidenschaften denkend
- zerronnen wie der Schnee -
weit entrückt in stiller Flucht,
verlassen ist was war,
durchschritten alle Höllen

Sonntag, 29. Januar 2006

...

Das ist doch einmal etwas, aus dem sich etwas lernen lässt.
(Mozart über die Musik von Johann Sebastian Bach)

...

"Natürlich sind meine Filme brutal, sie sind halt echte Tarantino-Werke. Man geht ja auch nicht auf ein Metallica-Konzert und verlangt, dass die Idioten auf der Bühne die Musik leiser machen."
(Quentin Tarantino - Regisseur und Master of Trash)

Von Rührteig und Eierpampe

Letztens nahm ich mir aus dem Supermarkt so einen Fertigteig für Marmorkuchen mit, den man mitsamt der Alu-Backform nur noch in den Backofen schieben muss. Ich hab sowas bisher noch nicht ausprobiert, aber heute dachte ich bei mir, ich werde mir zum Nachtisch und als Proviant für die lange Twin Peaks-Nacht mal einen richtig frischen Marmorkuchen machen.
Als ich die Folie anzog, klebte an ihr ziemlich viel von dem flüssigen Teig, weshalb ich einen Löffel nahm, den Teig abkratzte und kurzerhand in meinen Mund beförderte. Danach konnte ich mich kaum noch bremsen und hätte am liebsten die ganze Backform sofort leer gelöffelt. Nur mit übermenschlicher Willensanstrengung gelang es mir, mich loszureissen und die Schüssel mit dem Teig in den Backofen zu feuern, denn den Teig "roh" aufzuessen war ja eigentlich nicht der Sinn der Sache.

Ich weiß gar nicht, wie lange ich schon keine Teigschüssel mehr ausgekratzt habe, so wie ich das früher bei meiner Mutter durfte. Kuchen backe ich selbst so gut wie nie. Deshalb erinnerte mich der Geschmack des Teiges auch so sehr an meine Kindheit und daran, wie gerne ich Teig genascht habe. Dies ging sogar so weit, dass ich mit ca. 4-5 Jahren, als meine Mutter leider, wie ich fand, viel zu selten Kuchen backte, mir versuchte selbst den Teig zusammenzurühren, um ihn dann aufzuessen. Ich nahm mir dazu eine grosse Tasse und mischte in ihr Mehl, ein Ei, Margarine und was ich sonst noch meinte, was in Teig hineingehört. Natürlich schmeckte die Pampe absolut widerlich, es war der reinste Mehlkleister geworden. Deshalb stellte ich die Tasse in meinen Nachtschrank und ließ sie dort vergammeln. Nach einigen Monaten fand sie meine Mutter und zog es vor, sie mitsamt des Inhalts in den Müll zu befördern.

Ich jedoch wandte mich darauf lieber wieder meinem Spezialgebiet der Eierpampenherstellung zu, in welchem ich es mit intuitiver Rafinesse, durch Ausprobieren von Mischungen verschiedener Sand- und Erdarten und unter Hinzufügen von allen möglichen auf Hof und Strasse auffindbaren Substanzen zur wahren Meisterschaft brachte. Den vorläufigen Gipfel meines Schaffens bildete ein Eierpampen-Hochwurf-Contest, nach welchem meine von mir persönlich entworfenen und auch den anderen Kindern zur Verfügung gestellten Eierpampen-Knödel (die als Geheimzusatz eine nicht unerhebliche Menge Mörtelstaub von jenem Platz enthielten, auf welchem vor nicht allzu langer Zeit Baustoffe gelagert hatten) über Jahre hinweg mehrere Meter hoch an der Wand unseres Wohnhauses kleben blieben und ihnen dort selbst Regen, Wind und Wetter nichts anhaben konnten.

Samstag, 28. Januar 2006

Ulysses - ein Selbstversuch mit Folgen oder die Kunst, einen Berg zu besteigen - Tag 11 - Seite 392-418

Verlanghinsterbende Klänge kumulieren jenseits von Bronze und Gold zu einer famosen Furz-Arie und transmigrieren so zu bloomigen Düften. Windbloomelein sang.

Eselshäute. Werden durchs Leben geprügelt und nach dem Tode gedroschen.

Tagesfazit: Wie gut, dass es kein Geruchs-Lesen gibt!

Freitag, 27. Januar 2006

Ulysses - ein Selbstversuch mit Folgen oder die Kunst, einen Berg zu besteigen - Tag 10 - Seite 367-391

Ich habe es versucht. Ich habe es wirklich versucht. Jeden Abend das Buch mit ins Bett genommen, um noch ein wenig darin zu lesen. Leider hat genau dieses bronzefarbene Goldkapitel eine, dem Schlaflied nicht unähnliche, enorm einschläfernde Wirkung auf mich. Das hat zur Folge, dass mir spätestens nach einer halben Seite die Augen zufallen und ich oft bis zum frühen Morgen mit dem Buch an meiner Seite nächtige. Puschel ist schon ganz eifersüchtig, weil ich jetzt lieber mit Joyce kuschle statt mit ihr. Für große Literatur sollte man halt ausgeschlafen sein und keine schweren Arbeiten verrichten müssen. Auch nervende Chefs sind für das Kunstverständnis alles andere als zuträglich.

Verlanghinsterbender Klang.

Tagesfazit: Sonnambula

...

Krumm kommen alle guten Dinge ihrem Ziele nahe. Gleich Katzen machen sie Buckel, sie schnurren innewendig vor ihrem nahen Gluecke,—alle guten Dinge lachen.
(Nietzsche)

...

Strahlend und unvergänglich ist die Weisheit des Schöpfers.
Sie wird von denen erkannt, die sie suchen und lieben.

(Sprüche Salomos 6.13)

Donnerstag, 26. Januar 2006

...

Hab den ZDF-Persönlichkeitstest mitgemacht und entpuppte mich als Beziehungstyp "Treue Seele" dicht gefolgt mit nur einem Punkt Unterschied vom "Fels in der Brandung".
Na ja, als östlicher Hund mit westlicher Löwenseele war das wohl abzusehen. Den "Brodelnden Vulkan" hab ich mir eh schon längst abgeschminkt.

Im ARD lief dagegen die Mozart-Show. Ich frag mich immer, was Mozart wohl so populär macht. Die PR-Maschine läuft jedenfalls bestens. Warum nicht Bach? Ich liebe Bach. Aber ok, feiern kann man mit Bach wohl nicht so ausgelassen wie mit Mozart.
development