Zurück in Berlin und schon auf dem Sprung in den morgigen ersten Arbeitstag. Die Tipp- und Formationsfehler meiner letzten Beiträge bereinigt. Ich weiß jetzt, daß Bloggen, Twittern oder Surfen mit dem Handy nicht wirklich Spaß macht. Das nächste Mal nehme ich wieder eine normale Papierkladde mit und verschwinde in der Versenkung. Ungefähr 250 Bilder aufgenommen, die erst einmal gesichtet werden wollen. Deshalb heute nur das Foto von mir, als mein Bruder mich hinter der Wasserwand im Schloßpark aufgenommen hat, sowie meine Mitbringsel: ein Vorrat Gurken-Likör und "Spreesagen", die vollständigste Sammlung von Sagen, sich orientierend entlang des Verlaufs der Spree von den Quellen bis nach Berlin.
Heute in Schloss und Schlosspark von L., inklusive Gartenlabyrinth. Besuch der Paul-Gerhardt-Kirche, leckeres Essen und ein suesser Kellner mit Segelohren. Leider hat das Kameraakku den Tag nicht durchgehalten und gluecklicherweise werden in der Provinz die Laeden samstags ab 12 Uhr geschlossen. Das ist guenstig, wenn man shoppingsuechtige Mitreisende hat. Scrabbeln bis Mitternacht.
Heute Besichtigung der Stadtmauer, Kirche und Burg von B. inklusive Folterkammer. Ich habe mich ja zwecks Rueckentherapie freiwillig fuer die Streckbank gemeldet, aber der Kassierer meinte, wenn er auch noch foltern muss, dann kostet es Aufschlag. Scrabbeln bis Mitternacht.
Durch viele viele blitzblanke Spreewalddoerfer gefahren, einem Abstecher zum Kudamm gemacht, aber nicht den in Berlin. Dort gibt es einen Barfusspark, wo ich heute das allererste Mal barfuss ueber Glasscherben gelaufen bin. Ueber gluehende Kohlen oder das Wasser zu laufen, wird dort leider noch nicht angeboten. Abends dann die grosse Ueberraschung: Eine Mondscheinkahnfahrt mit einem Kahn ganz fuer uns alleine, allerdings wurde bei der Planung etwas Entscheidendes vergessen - heute ist Neumond und weit und breit kein Mond zu sehen. Wir also in schwaerzester Nacht durch den undurchdringlichen Hochwald des Oberspreewalds geschippert, nur mit einem leicht angeduselten Kahnfuehrer, der auch waehrend der Fahrt noch Schnaeppskens verteilte, und einer Taschenlampe bewaffnet. Teilweise hatte ich die Befuerchtung, wir wuerden aus dem Wasserlabyrinth nicht mehr herausfinden und die Wendemanoever waren auch recht abenteuerlich mit entsprechend vielen Karambolagen und verstaerktem Seegang. Um uns nichts als tiefschwarze Tinte und immer wieder ein atemberaubender Sternenhimmel. Mit den passenden Erzaehlungen der Spreewaldsagen vom wilden Wassermann und den Irrlichtern hatte es fast schon etwas von einer ausgedehnten Geisterbahnfahrt. Nur mit Fotografieren war unter diesen Bedingungen natuerlich nichts zu machen.
PS: Danke an dieser Stelle fuer die Geburtstagsgruesse. Direkt Kommentare im Blog zu beantworten, macht sich mit Handy ziemlich schlecht.
Blick auf die Pferdekoppel ohne Pferde. Die haben sich gerade verduennisiert. Heute morgen erwartete uns ein Geburtstagsfruehstueck mit Geburtstagskuchen und Sekt. Meine liebe Familie macht mir Angst wegen des am Abend geplanten Ereignisses. Vom Besuch einer Schlachterei, Schnitzeljagd, Nachtwanderung, Urwaldwanderung mit Geckos und Schlangen, Buchung im Kletterparadies sind wir jetzt schon alles durch.
Erster Abend am See. Scrabble bis Mitternacht. Phantastischer Blick auf die Milchstrasse, scheint viel naeher als in Berlin. Duschen ohne besondere Vorkommnisse (Psycho). Als Geburtstagskinder sollen wir uns heute auf eine lange Nacht vorbereiten, aber keiner verraet, was uns erwartet.
Auf der Therapieliege, daneben die blonde Physiotherapeutin. Ich erfahre: Meine eigene Jupiter-Heilenergie ist sehr viel stärker geworden. Der Punkt, aus dem meine Heilenergie strahlt (ohne daß sie dabei sichtbar wäre), ist ein größerer ovaler Bereich um das Sonnengeflecht herum. Dies muß auch bei der Physiotherapie beachtet werden, da sich ansonsten meine Heilenergie und die der Physiotherapeutin ins Gehege kommen könnten. Das ist nicht ungefährlich, besonders für die Physiotherapeutin.
In einem Pausenraum mit zwei Kolleginnen. Beide tragen einen "Turm" aus gestapelten Schmalzstullen in der Hand. Die eine sagt in die Runde: "Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand noch keine Schmalzstullen gegessen hat." Dann schaut sie mich an, auf meinen Schmalzstullenturm, den ich ebenfalls in der Hand halte, und bemerkt: "Du jedenfalls nicht!", wobei sie mit dem Finger genau auf die oberste Stulle tippt. Demonstrativ und schnippisch ziehe ich den Brotstapel zur Seite als wollte ich sagen "Alles meins!"
Teil II - Über die Übung/Sutra 15:
Aufgrund der Leiden, die durch die Veränderung, die Bedrückung und die unterbewußten Eindrücke entstehen, und weil die Bewegungen der Kräfte der Natur sich gegenseitig stören, erkennen die unterscheidenden Weisen, daß alles Leid ist.(Übersetzung von D.y.Deshpande)
Wegen der drei Arten von Leiden (genannt) Parinama, Tapa und Samskara und wegen der widersprüchlichen Natur der Modifikationen aufgrund der (drei) Qualitäten ist für einen unterscheidenden Geist alles Leiden. (Übersetzung von Vinod Verma)
(Bemerkung: Kaufe Tilde, Macron, Zirkumflex und Unterpunkt.)
Ein Traum in der Art einer Twin-Peaks-Fernsehserie. Ich laufe darin herum, schaue mir an, was dort so passiert, ohne selbst direkt beteiligt zu sein, und plötzlich denke ich: "Hey, hier hat doch einer eine neue Fernsehserie gemacht und sich von Twin Peaks inspirieren lassen! Genau! Ich hatte mich schon gewundert, was das alles für komische Leute sind. Ist allerdings nur halb so gut wie das Original."
Später auf einer Straße unter einem schmalen Häusersims. Es beginnt zu regnen und eigentlich müßte ich wie alle schnell meine trockene Wohnung aufsuchen. Das möchte ich aber nicht. Ich möchte draußen bleiben und den Wind und den Regen in meinem Gesicht spüren. Durch den schmalen Sims über mir bin ich etwas geschützt, es reicht aber noch, um genug von den Elementen abzubekommen. Auf einem steinernen Vorsprung rolle ich mich zusammen, barfuß wie ich bin. Nicht das Wetter ist mir unangenehm, sondern das Bewußtsein, daß mich, so wie ich barfuß im Regen liege, wahrscheinlich jeder, der vorübergeht, für eine Obdachlose und Landstreicherin halten wird. Deshalb wünschte ich mir, ich wäre hier zu zweit mit jemandem. Zu zweit würde man sich nur noch halb so sonderbar fühlen.
fühle ich mich hin- und hergerissen zwischen der Option Musik zu hören und der Option zu meditieren. Meist tendiere ich dann zur Meditation. Nichts gegen Musik, aber die Klänge der Stille sind insgesamt und überhaupt doch eindeutig überzeugender und machen so ein angenehm klares Gefühl im Kopf. Insbesondere bei akuten Verwirrtheitszuständen habe ich erst nach der Meditation den Eindruck, endlich richtig wach zu sein.
Interessehalber schaute ich in dieser großartigen Datenbank, wer außer mir ein Sonne-Neptun-Quadrat sein eigen nennt, da mich die faszinierende Auslösung durch die Neptun-Opposition zu meiner Sonne gerade stark beschäftigt. Eine recht nette Liste kommt zusammen:
Jennifer Aniston
Jane Austen
Emmanuelle Beart
Richard Burton
David Carradine
Coco Chanel
Kurt Cobain
Kevin Costner
Joan Crawford
Clint Eastwood
Sir Fleming
Jane Fonda
Rock Hudson
Günther Jauch
Diane Keaton
Robert Kennedy
Carole Lombard
Henri Matisse
George Gershwin
Barack Obama
Papst Johannes
River Phoenix
Marcel Proust
Rasputin
Dietmar Schönherr
Sophie Scholl
Franz Schubert
Albert Schweitzer
Theodor Storm
Julius Streicher
Peter Tchaikowsky
Liv Ullmann
Die Hälfte davon nahm ein schlimmes Ende, von der anderen Hälfte weiß man es noch nicht.
Seit der Viagra-Einführung 1998 blieben allein in Deutschland mindestens 30 Konsumenten »für immer steif«, wie es die Berliner taz süffisant beschreibt; weltweit sind bislang mehr als 600 Todesfälle zu beklagen. Besonders wüst gestaltete sich das Ableben von Sani Abacha, einst Militärdiktator in Nigeria. Vollgepumpt mit Viagra verschied der 54 Jahre alte General am 8. Juni 1998 um 4 Uhr auf dem Höhepunkt einer Orgie mit drei indischen Prostituierten. Die Industrie findet all das nicht komisch; zu ernst ist das Geschäft mit den vielen Millionen impotenten Männern, die angeblich diese Welt bevölkern...
....Als »beinahe grotesk« bezeichnete die Sexualtherapeutin Leonore Tiefer von der New York University diesen jüngsten Vorstoß der Potenzpharmazie. Der erklärten Feministin graut es vor der heraufziehenden Zukunft, in der die Geschlechter einander aufgeputscht mit Medikamenten begegnen. Geriatrische Techtelmechtel mit unkalkulierbaren Verschleißerscheinungen stünden zu befürchten. »Die 20jährige Vagina in der 60jährigen Dame wird jetzt bald auf die 20jährige Erektion von einem 60jährigen Mann treffen«, prophezeit Tiefer. »Ich bin mir nicht sicher, ob die Genitalien das alles aushalten werden.«
(aus "Die Krankheitserfinder" von Jörg Blech)
Ich habe heute ca. geschlagene zwanzig Minuten damit zugebracht, meiner Hand dabei zuzuschauen, wie sie die Finger schließt und öffnet, wie die Sehnen unter der Haut sich dabei bewegen und die Muskeln arbeiten. Hätte mich jemand gesehen, der hätte wahrscheinlich geglaubt, ich bin bekloppt. Es war, als betrachtete ich diesen normalen Vorgang auf einmal mit ganz anderen Augen. Ich dachte nur - Wow! Wie genial! Wer hat sich das ausgedacht? Und auch noch so hingekriegt, daß diese vom Prinzip einfache und von der Ausführung im Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen und Knochen komplizierte Bewegung tatsächlich funktioniert? Das ist absolut fantastisch!
Mit der U-Bahn auf dem Weg in einen außerhalb von Berlin gelegenen Ort (Potsdam?). Die Fahrt dauert länger und ich beobachte die Leute, die mir gegenüber sitzen. Es ist eine Frau, die einen roten Pulli und einen roten Rock mit goldfarbenen Arabesken trägt. Das Outfit gefällt mir, zumal es genau die Rottöne sind, die ich liebe, und ihr steht es ganz ausgezeichnet. Neben ihr ein Mann, der wohl ihr Freund ist. Seltsamerweise hält die U-Bahn nicht auf dem Bahnhof sondern bereits ein Stück davor im Tunnel. Wir müssen aus der U-Bahn springen und noch eine Strecke bis zum Bahnhof durch den dunklen Tunnel laufen. Als sich die Passagiere von den Plätzen erheben, sehe ich, daß die Rotgekleidete schwanger ist, mindestens im siebenten Monat. Das war mir vorher gar nicht aufgefallen. Trotz ihrer Schwangerschaft hopst sie als erste sorglos aus dem Zug, ich mit den anderen Leuten vorsichtig hinterher. Im Tunnel stehend fällt mir ein, daß ich eigentlich nicht weiß, wo ich genau hin möchte. Es findet in Potsdam(?) irgendeine Party statt, aber ich habe keinen Schimmer, wie ich dorthin finde. Natürlich! Die Rotrockige will doch auch zu dieser Party, also laufe ich ihr einfach hinterher! Beschließe ich, und schaue mich suchend um. Weder links noch rechts im Tunnel ist sie noch zu sehen. Herrje, ich hab sie verloren. Sowas blödes! Doch dann, am äußersten Ende des Tunnels erkenne ich sie den Gang entlanglaufen. Anscheinend ist sie jetzt allein, der Freund verschwunden. Ich beeile mich, sie einzuholen und stolpere eilig den Tunnel in ihre Richtung hinunter. Dann sehe ich Potsdam (?) aus der Luftperspektive unter mir liegen. Mitten in der Stadt wurde ein simpler, quaderförmiger Gedenkstein errichtet, der noch irgendeine zusätzliche und besondere Funktion erfüllt, welche mir entfallen ist. Oben wurde in riesigen Buchstaben "Warum?" eingemeißelt, so daß ich diese Inschrift auch aus der Luft gut lesen kann.
Bemerkung: Ich habe doch da nicht etwa "Denkmal" von Wir sind Helden und "Warum" von Juli zusammengewürfelt? Ich mein, jeder Vollidiot weiß, daß auch zuviel Warum-Fragerei die Liebe versaut. *den Vorschlaghammer holt*